Rudolf und Hannelore Wehner - Archivfoto: Christian P. Stadtfeld

FULDA / KALBACH Nächtlicher Telefonterror

Nachwirkungen des Erdbebens in Taiwan auch in Osthessen zu spüren

13.02.18 - Ein Erdbeben in Taiwan in der vergangenen Woche hat offensichtlich auch in Fulda Nachwirkungen gezeigt. Davon ist zumindest Hannelore Wehner von Wehner-Motors überzeugt. Über das komplette Wochenende klingelte beim Fuldaer Abschleppdienst im Zweiminutentakt das Telefon. Der Anrufer: ein unbesetzter taiwanesischer Telefonapparat.

„Gegen 1 Uhr in der Nacht auf Samstag ging es los. Man hatte noch gar nicht richtig aufgelegt, als es schon wieder läutete“, berichtet die Geschäftsführerin. Während ein solches Ärgernis für einen Privathaushalt kein großes Problem darstellt, ist es für eine Firma wie Wehner-Motors jedoch eine immense Herausforderung. „Den Telefonhörer einfach daneben legen können wir nicht, schließlich haben wir mit den Behörden und Abschleppzentralen eine Vereinbarung, rund um die Uhr erreichbar zu sein.“

Außerhalb der Geschäftszeiten, so erklärt die Seniorchefin weiter, würden die insgesamt sechs Bereitschaftsnummern zu den Firmeneigentümern nach Hause nach Kalbach-Uttrichshausen umgestellt werden. „Nachts bedienen wir die Notnummern aus dem Bett heraus. Eigentlich ist das auch nie ein Problem.“

Vor lauter Verzweiflung durch den nächtlichen Störenfried habe man gegen 3 Uhr doch kurz den Telefonhörer im Schlafzimmer neben den Apparat gelegt. Die Folge: Alle zwei Minuten, also jedes Mal, wenn die Nummer wieder anrief, ertönte eine laute Hupe draußen auf dem Hof, was zur Folge hatte, dass die gesamte Familie samt Enkelkindern wach wurden.

Also, was tun? „Mein Sohn hat sich angezogen und ist nach Fulda in die Firma gefahren, um die Weiterschaltung zu unterbrechen.“ Im Hause Wehner in Uttrichshausen herrschte nun Ruhe, doch in der Firma in Fulda klingelte das Telefon noch bis in die Nacht zum Montag ununterbrochen.

Nachforschungen der Unternehmerfamilie im Internet hätten ergeben, erklärt Wehner, dass das Erdbeben, welches Taiwan in der vergangenen Woche erschütterte, Schuld für das fehlerhafte Anrufen in Osthessen sein könnte. „Es scheinen mehrere Telefonanlagen kaputt gegangen zu sein und die rufen jetzt eben permanent irgendwelche Nummern an.“

Nach stundenlangem Warten bei der Telekom-Hotline konnte man die Rufnummer aus Taiwan endlich sperren. „Das hat aber nicht zum erhofften Erfolg geführt“, erklärt Hannelore Wehner müde. „Kurze Zeit später klingelte das Telefon wieder, diesmal rief eine andere taiwanesische Rufnummer an.“ Den Versuch, die Ländernummer komplett zu sperren, sei von Seiten der Telekom allerdings nicht realisierbar gewesen. „Die Post hat uns am Sonntagabend gerettet“, schmunzelt Wehner. „Die konnten alle Nummern, die aus Taiwan bei uns anrufen, endlich abschalten.“ (Miriam Rommel) +++


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