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62 Teilnehmer debattierten am Samstag über die Zukunft des Kolpingwerkes. - Fotos: Gustav Haller

FULDA Hohe Beteiligung

Regionalforum "Kolping Upgrade" über den Zukunftsprozess des Kolpingwerkes

01.05.18 - Über die Neuausrichtung und Öffnung des Kolpingwerkes Deutschland haben bei einem Regionalforum im Parkhotel Kolpinghaus Fulda mehr als 60 aktive Mitglieder diskutiert. Auch die Kolpingsfamilie Petersberg e.V. und Fulda waren mit sieben Delegierten vertreten. „Der hohe Beteiligungsgrad freut mich sehr. Es war definitiv ein gewinnbringender Tag mit vielen tollen Impulsen“, resümierte ein Teilnehmer aus Petersberg.

Mit den bundesweit stattfindenden Regionalforen hat der 1850 gegründete Sozialverband ein interaktives Format entwickelt. Es ermöglicht allen interessierten Mitgliedern, im Rahmen eines vom Bundesvorstand angestoßenen Zukunftsprozesses zu Wort zu kommen. Die Veranstaltungen leiten dabei die zweite Phase des Erneuerungsprozesses „Kolping Upgrade... unser Weg in die Zukunft“ ein, der bereits im vergangenen Jahr mit einer Mitgliederumfrage gestartet war. Eine konkrete Marschrichtung für die zukünftige Verbandsentwicklung soll dann im Jahr 2020 durch die Bundesversammlung beschlossen werden.

Damit haben alle bundesweit im April durchgeführten 20 Regionalforen spannende und stellenweise nicht erwartete Ergebnisse geliefert. Auch in Fulda brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und persönliche Meinungen unter reger Beteiligung in die Diskussion unter Leitung von Gertrud Türk und Tim Schlotmann mit ein.

Um den gemeinsamen Austausch zu fördern, kamen während des Regionalforums vielfältige Methoden zum Einsatz: Während Einzelreflexionen konzentriert abliefen, wurde im Zuge von Gruppenarbeiten lebhaft diskutiert und meinungsfreudig auf Plakatwänden argumentiert. Nachdem einige Personen nach eigener Aussage eher skeptisch angereist waren, konnten so alle Teilnehmenden aktiv mitwirken und voller Begeisterung die Rückreise antreten. „Mir ist heute zum ersten Mal klargeworden, dass ich stolz bin, bei Kolping zu sein“, so ein Teilnehmer. Eine andere Stimme: „Wir konnten mitarbeiten und nicht alles wurde – wie oft üblich – vorgesetzt.“

Der Verband, seine Einrichtungen und Unternehmen wollen enger zusammen rücken und sich künftig gemeinsam als „Umsetzer der Idee KOLPINGs“ sehen. Projektbezogenes Engagement und Mitmachen bei KOLPING auch ohne Mitgliedschaft müsse zur Selbstverständlichkeit werden. Kolpingsfamilien, die eine Zukunft haben wollen, müssten sich überörtlich engagieren. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Regionalforen dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu notwendigen Veränderungen braucht, werde das Kolpingwerk weiterhin Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten. (pm) +++


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