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GELNHAUSEN Weg in die Zukunft

Fünf katholischen Kirchengemeinden wollen neue Pfarrei gründen

13.06.18 - Einen neuen Weg in die Zukunft schlagen die fünf katholischen Kirchengemeinden St. Peter Gelnhausen, St. Wendelin Höchst, Maria Königin Meerholz-Hailer, Christkönig Gründau und St. Johannes Apostel Linsengericht ein. Einstimmig beschlossen dieser Tage die Mitglieder des Pastoralverbundrates, mit Pfarrer Karl-Peter Klein und Pfarrer Markus Günther an der Spitze, in den nächsten Jahren eine neue Pfarrei zu gründen.  

2006 startete im Bistum Fulda der „Pastorale Prozess“. Auf dem Weg in die Zukunft wurden die fünf Kirchengemeinden zum Pastoralverbund St. Raphael Kinzigtal zusammengefasst, ohne jedoch ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Den Hintergrund dafür bildeten die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, die sich in vielfältiger Form auf das kirchliche Leben in der Diözese Fulda auswirkten. Nun gehen die fünf Kirchengemeinden im Kinzigtal einen Schritt weiter.

Einer der Gründe für den nun angestoßenen Weg zur Gründung einer neuen Pfarrei ist die zurückgehende Zahl der Priester sowie der Gläubigen. Nach dem Weggang von Pater Jerry (in seine indische Heimat) ist nun Pfarrer Markus Günther auch Administrator von Maria Königin und Christkönig. „Dies ist ein geeigneter Anlass, nach manch guter Vorarbeit die Ziele des pastoralen Prozesses für unseren Bereich in die Tat umzusetzen. Es wird Zeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Strukturen der Kirche den neuen Realitäten anzupassen“, so Pfarrer Günther.

„Es geht dabei aber nicht nur um Strukturen. Das ist etwas Äußeres. Mich bewegt dabei vor allem die Frage: wozu sind wir als Kirche eigentlich da? Was gestern noch galt, ist heute schon nicht mehr aktuell. Viele Menschen sind verunsichert, suchen nach Orientierung und einem festen Halt im Leben. Wir müssen uns als katholische Kirche im Raum Gelnhausen, Linsengericht und Gründau neu aufstellen, um die Menschen mit der erlösenden und befreienden Botschaft Jesu zu erreichen“, so der Geistliche in seiner Pfingstpredigt. „Es kann nicht darum gehen, allein den bisherigen Betrieb mit aller Kraft aufrechterhalten zu wollen. Wir müssen mehr danach fragen, wohin der Heilige Geist uns führen will“, verdeutlicht Pfarrer Günther.   

Erreichen möchten die Pfarrer und die Räte in den fünf Gemeinden während des Prozesses alle Gemeindemitglieder. Ihnen soll die Angst vor der Neugründung einer Pfarrei genommen werden. Es würden keine Kirchen geschlossen, auch blieben die bisherigen Namen der Gotteshäuser erhalten. Professionelle Hilfe gibt es durch Berater, die die Gemeinden auf dem Weg begleiten und unterstützen.  Sind in den vergangenen Jahren, dank gemeinsamer Einkehrwochenenden schon die Pfarrgemeinderäte von St. Peter und St. Wendelin sowie die Räte von Maria Königin und Christkönig zusammengerückt, soll das Gemeinsame nun mit den gewählten Vertretern aller fünf Gemeinden gefördert werden. Deshalb treffen sich alle Pfarrgemeinderäte und die Verwaltungsräte am 29. September zu einem Einkehrtag.  (pm) +++


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