Erinnerungen werden bei solchen Meldungen wach: Vor knapp zehn Jahren verunglückte auf der A 7 bei Kirchheim ein Gefahrgutlaster - der Fahrer war betrunken - Archivfoto: O|N

KIRCHHEIM Unfassbar

Vollrausch auf der A 7: Lkw-Fahrer mit über vier Promille unterwegs

14.06.18 - Mit über vier Promille Alkohol im Blut war ein Lkw-Fahrer auf der A 7 unterwegs. Bei Kirchheim fasste die Autobahnpolizei den Vollrausch-Piloten - zum Glück meldeten aufmerksame Zeugen einen Unfall des LKWs auf der A 7 zwischen der Raststätte Großenmoor und dem Hattenbacher Dreieck. Erinnerungen werden wach: Vor ziemlich genau zehn Jahren verunglückte ein Gefahrgutlaster am Klebaer Berg kurz vor Kirchheim. Der Fahrer hatte laut Polizeimeldung damals über zwei Promille Alkohol im Blut.

Beim Fall vor wenigen Tagen kam zum Glück kein anderer Verkehrsteilnehmer zu Schaden: Einem aufmerksamen Zeugen und der schnellen Fahndungsaufnahme durch die Autobahnpolizei ist es zu verdanken, dass der unfallflüchtige Fahrer eines weißrussischen Sattelzuges in Kirchheim gestellt werden konnte. Am Freitag meldete ein auf der Autobahn A 7 in Richtung Kassel fahrender Verkehrsteilnehmer, dass ein Sattelzug etwa acht Kilometer vor dem Hattenbacher Dreieck nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke gestoßen sei. Der Fahrer sei dann einfach bis zum nächsten Parkplatz weitergefahren. Dort habe der Flüchtige kurz angehalten, bevor er seine Fahrt wieder in Richtung Kirchheimer Dreieck fortgesetzt habe. Das Kennzeichen des Sattelaufliegers hatte sich der Zeuge notiert und der Polizeiautobahnstation Petersberg mitgeteilt.

Die Polizei nahm umgehend die Fahndung auf und konnte den unfallflüchtigen Fahrer noch auf der Tank- und Rastanlage in Kirchheim stellen. Sofort fiel den Beamten auf, dass der 34 Jahre alte weißrussische Fahrer und Staatsbürger erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein vor Ort durchgeführter Test erbrachte den unglaublichen Wert von 4,04 Promille.

Der Fahrer wurde zur Durchführung einer Blutprobe vorläufig festgenommen. Sein ausländischer Führerschein wurde sichergestellt. Die Nacht verbrachte der stark alkoholisierte Mann im Polizeigewahrsam der Autobahnpolizei. Erst nach Zahlung einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Sicherheitsleistung durfte er - natürlich ohne Sattelzug - von Dannen ziehen.

Es stellte sich heraus, dass er nicht nur die Leitplanke für 1.500 Euro beschädigt hatte. Beim Einparken auf der Tank- und Rastanlage in Kirchheim hatte er ebenfalls einen Schaden verursacht und nicht gemeldet. Sein Chef war "not amused", da er einen neuen Fahrer organisieren musste und sein Sattelzug nicht unerheblich beschädigt war. Die Höhe des Schadens an Zugmaschine und Auflieger wurde von der Polizei auf etwa 8.000 Euro geschätzt. Nicht auszudenken, was noch alles im dichten Verkehr der Autobahn hätte passieren können! (pm) +++


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