"Guter Lohn für gute Arbeit" - das fordern die anwesenden Caritas-Mitarbeiter am Donnerstag in Fulda - Fotos: Nina Bastian

FULDA "Aktive Mittagspause" vor Kolpinghaus

Caritas Tarifabschluss: 7,5 Prozent in drei Schritten

15.06.18 - "Guter Lohn für gute Arbeit" steht auf den Schildern der versammelten Caritas-Mitarbeiter. Für Verbesserungen und Tariferhöhungen um sechs Prozent trafen sie sich am Donnerstagmittag vor dem Kolpinghaus in Fulda. Die Anwesenden lieben ihren Beruf, doch an den Rahmenbedingungen hakt es. Pressesprecher Rolf Cleophas erklärt die Situation im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. "Aktuell tagt hier die Bundeskommission und verhandelt über neue Tarife. Wir hoffen, dass wir heute Abend oder morgen Früh ein zufriedenstellendes Ergebnis präsentiert bekommen."

UPDATE 15:19 Uhr: Die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes hat am Donnerstag einen Tarifabschluss erreicht. Die 600.000 Beschäftigten in den rund 25.000 Caritas-Einrichtungen erhalten in drei Schritten Zwischen 7,4 und 7,88 Prozent mehr Gehalt. Mit dem Ergebnis bleibt die Caritas im Wesentlichen auf dem Niveau des Öffentlichen Dienstes. Rolf Cleophas, Pressesprecher der Caritas Mitarbeiterseite (ak.mas):„Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein. Es ist uns gelungen, einen Abschluss zu erringen, der in seinem Niveau dem Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst entspricht. Besonders untere Lohngruppen profitieren von diesem Tarifergebnis. Die Mitarbeiterseite hat sich in der Tarifrunde dafür eingesetzt, den Wert Sozialer Arbeit besser zu honorieren, dem wir ein Stück näher gekommen.“

Ab dem1.6.2018 erhalten Auszubildende in den Gesundheits- und Sozialberufen 50 Euro monatlich mehr und ab dem 1.1.2019 weitere 50 Euro. Neben den Gehaltssteigerungen beschloss die Bundeskommission auch Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen. Im Krankenhausbereich wird der Zusatzurlaub für Wechselschichtarbeit in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils um einen Tag erhöht.

14 Uhr: Für die unteren Lohngruppen fordern sie 200 Euro an Mindestbetrag. Mehr als 20 Personen sind nicht zur Demonstration gekommen, das hat einen bestimmten Grund. "Weil ihnen das Kirchenrecht verbietet zu streiken, sind die Mitarbeiter der Caritas-Wohnheime und der Werkstätten zu einer sogenannten aktiven Mittagspause zusammengekommen." Sie opfern also ihre Freizeit. "Wir wollen den Wert der sozialen Arbeit steigern." Dazu gehöre eine angemessene Vergütung für Mitarbeiter der Kranken- und Altenpflege.

Vor dem Kolpinghaus trafen sie sich

Pressesprecher Rolf Cleophas

"Wir fordern mehr Anerkennung und mehr Geld", ruft eine Demonstrantin. Über 1.000 Kollegen aus Pflegeeinrichtungen würden die Personen vor Ort unterstützen. "Wir dürfen das nicht auf uns sitzen lassen!" Auch für Auszubildende und Praktikanten soll es bessere Arbeitsbedingungen geben. "Lehrmaterial soll zur Verfügung gestellt werden." Die Verhandlungsrunde am Donnerstag könnte die Letzte sein - die Entscheidungen betreffen dann rund 600.000 Angestellte in ganz Deutschland. (nb) +++




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