GERSFELD Alleinunfall bei Hettenhausen

Zu schnell? Mit Blaulicht? Zwei oder drei Verletzte? - dubioser Unfall

16.07.18 - Ein schwerer aber auch sehr dubioser Unfall ist am späten Freitagabend auf der B279 zwischen Gersfeld und Hettenhausen passiert. Aus bisher ungeklärter Ursache kam ein schwarzer Toyota Proace nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Die beiden Insassen, ein 33jähriger aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie ein 38 jähriger aus dem gleichen Ort waren aus Richtung Gersfeld in Richtung Schmalnau unterwegs und wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Und nun zum dubiosen Teil: Über eine Stunde lang suchte die Feuerwehr nach einer möglichen dritten Person, die das Fahrzeug gesteuert haben soll. Anwohner Mario Schlüter hat die beiden Insassen aus dem auf dem Dach liegenden Fahrzeug befreit und ist sich zu 100 Prozent sicher: „Das kann gar nicht sein. Ich habe den Knall gehört und bin sofort raus. Da war keine dritte Person. Die beiden Männer im Auto haben anfangs auch gerufen, dass sie zu zweit sind. Plötzlich hieß es dann, der Fahrer fehle.“ Auch mit Taschenlampen und Suchstrahlern wurde die Feuerwehr in den umliegenden Feldern und Gräben nicht fündig. Auch die Polizei geht nach der Zeugenaussage von Schlüter von lediglich zwei Insassen aus.

Gegen 22 Uhr fuhr der Toyota Kleinbus aus Richtung Gersfeld kommend in Richtung Schmalnau, kam Höhe Hettenhausen bei einem Möbelhaus nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich im Graben mehrfach und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Schon 150 Meter vor der Unfallstelle lagen Trümmerteile und waren Bremsspuren auszumachen.

Fotos: Julius Böhm

Mit Blaulicht und hohem Tempo

Daniela Benkert aus Künzell wurde gut drei Kilometer vor der Unfallstelle von dem Unfallwagen überholt. Und zwar mit hoher Geschwindigkeit: „Der ist mit bestimmt 130 oder 140 Kilometern in der Stunde an uns vorgeschossen, hatte die Warnblinkanlage angeschaltet und komischerweise ein Blaulicht hinter der Windschutzscheibe“, so die Künzellerin. „Ich habe mir schon gedacht, dass das nicht gutgehen würde, so wie der gerast ist. Zum Glück hat es uns nicht erwischt.“

Blutentnahme angeordnet

Beide Insassen waren alkoholisiert. Da beide behaupteten, nicht Fahrer des Wagens gewesen zu sein, wurde duch die Staatsanwaltschaft Fulda, bei beiden Personen eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Beide Insassen sind eigenen Angaben zu Folge Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Im Fahrzeug wurde zudem noch ein Spielzeugblaulicht sowie diverses Equipment für Sicherheitsdienste aufgefunden.

Die Ermittlungen zur Fahrereigenschaft und den Umständen des Unfalls dauern noch an. In diesem Zusammenhang werden Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können, und bislang noch nicht durch die Polizei befragt wurden, gebeten, sich unter der Telefonnummer 06681/96120 bei der Polizeistation Hilders zu melden. Die B279 war für gut zwei Stunden voll gesperrt. Aus Richtung Gersfeld kommend staute es sich über mehrere hundert Meter.  (Julius Böhm) +++

Auf der B279 bei Hettenhausen


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