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Die Post plant Portoerhöhung für 2019

18.10.18 - Schon in den vergangenen Jahren sahen sich die Kunden der Deutschen Post immer wieder mit steigenden Preisen konfrontiert. Das Porto soll auch zum 1. Januar 2019 noch einmal kräftig angehoben werden. Im nachfolgenden Artikel wird ein Blick auf die neuen Statuten geworfen, die schon jetzt für heftige Beschwerden auf der Seite der Verbraucher gesorgt haben.

Ein Brief für 80 Cent?

Ab dem Jahr 2019 könnte das Versenden eines einfachen Briefs bereits mit 80 Cent zu Buche schlagen. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, wie bereits in den vergangenen Jahren beobachtet werden konnten. Bislang fehlt es auf der Seite des Bonner Konzerns allerdings noch an eindeutiger Bestätigung. Post-Chef Frank Appel machte jedoch sehr deutlich, dass eine Anpassung der Preise für die nächste Zeit eine realistische Option sein würde.

Der Standardbrief macht im Geschäft des Unternehmens noch immer große Anteile aus. Doch auch das Porto für Paketsendungen soll nach jüngsten Recherchen steigen. Die Büchersendung mit einem Gewicht von bis zu 500 Gramm wird dann mit 1,20 Euro zu Buche schlagen. Damit erhöht sich der Preis um ein Fünftel. Noch größer wird der Anstieg bei der Warensendung "Kompakt" (bis 50 Gramm) ausfallen. Hier könnte der Anstieg des Preises bei bis zu 44 Prozent liegen. Es sind diese rasanten Sprünge, die den Konzern in diesen Tagen in die Kritik bringen.

Die Konkurrenz wird sich angesichts der neuen Preise natürlich in Stellung bringen. In puncto Komfort lassen sich dort schon heute einige Vorteile erkennen. So ist es bei GLS das Online Paket Frankieren, welches die Chance zu Zeitersparnissen bietet. Da diese Pakete sogar zuhause abgeholt werden, könnten in Zukunft noch mehr Verbraucher auf die Differenzen aufmerksam werden und den Weg zur Konkurrenz antreten.

Die Gründe der Erhöhung

Doch wo liegen nun die Gründe für die Erhöhung der Preise? Der Blick auf die aktuellen Gewinne der Post zeigt, dass diese immer mehr unter Druck gerät. Nun sollen höhere Gewinnmargen pro Paket und Brief für eine Entlastung sorgen. Indirekt geht das DAX-Unternehmen also davon aus, die eigene Kundschaft zu wahren und die Stellung am Markt zu behaupten. Gleichzeitig handelt es sich wohl um eine Reaktion auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in der Branche.

Wie schon in den vergangenen Jahren spielen zudem Kostensteigerungen und höhere Transportpreise in der Argumentation des Unternehmens eine wichtige Rolle. Durch diese Umstände sei es nicht mehr möglich, die aktuellen Preise zu halten und die Dienstleistungen zu diesen Konditionen zur Verfügung zu stellen. Ob sich dieser Engpass allein durch eine einmalige Erhöhung der Kosten gänzlich beseitigen lässt, ist jedoch nicht klar.

Die Folgen der Anpassung

Doch was bedeutet die Regulierung für die Menschen in der Region und in ganz Deutschland? Auf der einen Seite ist klar, dass der Blick zur Konkurrenz weiter an Bedeutung gewinnen wird. Gerade bei Sendungen, die von der jüngsten Erhöhung der Preise betroffen sind, ist mit einer solchen Entwicklung zu rechnen. Aktuell mangelt es vor allem auf dem Gebiet der Warensendungen nicht an Ausweichmöglichkeiten. Die betreffenden Firmen werden wiederum versuchen, sich in dieser Phase perfekt in Stellung zu bringen und dadurch neue Kunden vom eigenen Angebot zu überzeugen.

Darüber hinaus ist es möglich, dass besonders das Versenden von Briefen noch einmal kritisch unter die Lupe genommen wird. Unternehmen, die etwa einen schriftlichen Kontakt zu ihren Kunden pflegen und dies als eine Form des Services erachten, werden ihre Einstellung in Anbetracht der neuen Preise noch einmal auf den Prüfstand stellen. Darüber hinaus könnten in Zukunft klassische E-Mails verstärkt in den Fokus rücken und sich als Alternative zu den bisherigen Offerten in Stellung bringen. Während die finanziellen Schwankungen bei einem einzigen Brief nur bei zehn Cent liegen, könnten diese im Laufe eines Jahres besonders aus gewerblicher Sicht einen großen Unterschied formen.

Aktie weiter unter Druck

Dass sich die Deutsche Post nicht aus dem Druck der aktuellen Situation befreien kann, zeigt auch ein genauer Blick auf die Aktie. Diese präsentiert sich vor allem im Hinblick auf die langfristige Entwicklung etwas gehemmt. Aktionäre fürchten langfristig um die Rentabilität des Geschäfts. Große Investoren haben sich deshalb in der Vergangenheit bereits vom Wertpapier abgewandt und den Blick auf andere Offerten gerichtet.

Doch auch positive Aussichten sind derzeit mit dem Unternehmen verbunden. Das renommierte Vorzeigeprojekt Streetscooter entwickelt etwa eigene Elektrofahrzeuge, die inzwischen sogar von der Automobilindustrie ernst genommen werden. In diesem Bereich könnten weitere Gewinne liegen. +++


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