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Voll besetzt war das Sitzungszimmer im Landratsamt währen der Buchvorstellung. - Fotos (2): Melanie Hendel, Gelnhausen

GELNHAUSEN Vorstellung im Forum

Neues Buch von Gerhard Freund: „Auf Spurensuche in unserer Heimat“

29.10.18 - Im Landratsamt Gelnhausen konnte Autor Gerhard Freund seine neue Dokumentation „Auf Spurensuche in unserer Heimat“ vor zahlreichen Zuhörern der Öffentlichkeit als Buch vorstellen. Schon das Titelbild weist auf diese Spuren im Schnee hin. Er hat darin auf 168 Seiten insgesamt 32 Geschichten mit 353 Bildern als Schwarz-weiß- oder Farbfotografien veröffentlicht. Zu Beginn hatte Landrat Thorsten Stolz die historische Arbeit des Autors in einer Laudatio gewürdigt. Manfred Hendel moderierte die Veranstaltung in gewohnt anspruchsvoller Manier.

Zur Begrüßung hatte dieser vor annähernd 60 erschienenen Zuhörern darauf hingewiesen, dass sein Freund und Weggefährte Gerhard Freund bereits seine siebte Dokumentation im Bereich Gelnhausen der Öffentlichkeit vorstelle. Manfred Hendel wörtlich: „Er hat im Gegensatz zu anderen heimatgeschichtlichen Autoren abermals zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Ihre Aussagen sind von ihm niedergeschrieben und somit auch für die Nachwelt festgehalten“.

Wir erkennen von links: Manfred Hendel ...

Landrat Thorsten Stolz ging in seiner Laudatio besonders auf den Menschen Gerhard Freund ein. Er habe in der damaligen Wibau in Rothenbergen als Maschinenschlosser seinen beruflichen Werdegang begonnen: Auf einem Areal, das in der Zeit des Nationalsozialismus als Fliegerhorst diente. Dies habe unter anderem sein Interesse an historischen Begebenheiten geweckt. Seine literarischen Fähigkeiten hat er nicht nur in zahlreichen Büchern über Steinau, die Brüder Grimm und über historische Ereignisse im Main-Kinzig-Kreis unter Beweis gestellt, sondern sie haben ihn auch im beruflichen Leben begleitet. So hat er als langjähriger Geschäftsführer im BBZ, später AQA, einer Beschäftigungsgesellschaft des Kreises, maßgeblich an den „neuen Wegen in schwieriger Zeit“ seines Vorgängers Erich Pipa mitgearbeitet. Dieses Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose habe bundesweit große Beachtung gefunden. Thorsten Stolz wünschte dem neuen Buch von Gerhard Freund viel Erfolg. Es sei sehr lesenswert.

Danach konnte der Autor seine 168-seitige Dokumentation anhand einer Präsentation an der Leinwand selbst vorstellen. Er kommentierte die 32 Geschichten mit zahlreichen Bildern. Dabei spannte er einen Bogen über etwa 150 Jahre historischer Begebenheiten. Das Buch beginnt mit den mühseligen Arbeiten in der Landwirtschaft vergangener Zeiten. Es beschreibt die Knochenarbeit der Männer in den Steinbrüchen „Ohl“ und „Schlinges“ und berichtet über den Werdegang von der Salzgewinnung zum modernen Staatsbad in Bad Orb. Freund gibt einen Überblick über die eingleisigen Bahnstrecken im Kreis, die es heute leider nicht mehr gibt, weil sich die Bedürfnisse der Menschen geändert haben. Er beleuchtet Firmen, die inzwischen ausgestorben sind, und Unternehmen, die heute weltweit agieren.

Das Titelbild des neuen Buches von ...Foto: Archiv Märchenstraßen-Verlag

Viele Menschen können sich noch an den „Tee-Schmidt“ in Gelnhausen oder an die „Fürstliche Brauerei“ in Wächtersbach erinnern. Gerhard Freund bindet nicht nur die Aero-Clubs Gelnhausen und Langenselbold in seine Schilderungen ein, er berichtet auch von der Zigarrenherstellung mit der Ausbeutung von Frauen, den Hexenturm als frühere Folterkammer oder das Hochwasser 1967, beides in Gelnhausen. An welche schlimme Geschichte erinnern die Stolpersteine am Obermarkt 10 oder was hat sich im Reservelazarett der „Wegscheide“ in Bad Soden-Salmünster einst zugetragen? Der Autor gibt darauf Antworten. Seine Dokumentation endet mit der Geschichte „Panzerklau aus Liebeskummer“.

„Bei einer historischen Aufarbeitung ohne Bildmaterial fehlt das ,Salz in der Suppe‘. Deshalb habe ich mich bemüht, die Geschichten mit vielen Fotografien zu untermauern. Die darin enthaltenen 100 Farbbilder verteuern zwar die Herstellung des Buches, aber ihre Veröffentlichung war für eine Gegenüberstellung von früher zu heute unausweichlich“, so der Autor. Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte Gerhard Freund einige gewidmete Bücher an Gäste, die ihm besonders bei der Herstellung der Dokumentation geholfen haben. - Das neue Buch „Auf Spurensuche in unserer Heimat“ ist zum Preis von 34,90 Euro in allen Buchhandlungen oder unter www.maerchenstrassen-verlag.de sowie unter der Telefonnummer (06663) 6218 erhältlich. (pm) +++


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