FULDA "Darf mich meine Oma umarmen?"

Theaterstück zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs im Schlosstheater

31.10.18 - Ist man wirklich bereit für den ersten Kuss, darf mich die Oma drücken, obwohl ich das gar nicht möchte, oder was tue ich, wenn ich im Sportverein unsittlich berührt werde? Das interaktive Theaterstück „Trau dich!“ für acht- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen ist das zentrale Element der gleichnamigen bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beschäftigt sich genau mit diesen Fragen.

Im Fuldaer Schlosstheater hatten sich am Dienstagvormittag zahlreiche Schüler versammelt, um das interaktive Schauspiel zu verfolgen. Immer wieder hielten die vier Darsteller in ihrer Darbietung inne, um die Heranwachsenden nach Lösungsvorschlägen zu fragen. „Was kann ich tun, wenn ich als 10-Jähriger zum Beispiel nicht mehr von meiner Oma geküsst werden möchte? Was ist, wenn sie sich trotzdem über meine Wünsche hinwegsetzt? Was mache ich, wenn mich jemand körperlich bedrängt?“ Für fast alle Fragen hatten die Acht- bis Zwölfjährigen eine Antwort parat.

Fotos: mr

„Wir wollen das Bewusstsein der Kinder schärfen, ihnen sagen, dass ein Nein auch wirklich ein Nein ist“, erklärt Katharina Fertsch-Rever, theaterpädagogische Leitung von Trau dich. „Mein Körper gehört mir, niemand darf mich berühren, wenn ich das nicht möchte“, stimmen die anderen Organisatoren, bestehend aus dem Sozialdienst katholischer Frauen, Pro familia, dem deutschen Kinderschutzbund, Netzwerk gegen Gewalt, dem Polizeipräsidium Osthessen und dem staatlichen Schulamt, in die Ausführungen ein.

Das Theaterstück richte sich präventiv an die Kinder, solle aber auch denjenigen helfen, die bereits negative Erfahrungen sammeln mussten. Gezeigt werden vier kurze Geschichten, aber auch Lehrer und Eltern werden mit dem Präventionsprogramm angesprochen. „Für alle Schulen, an denen das Theaterstück gezeigt wird, besteht die Pflicht, mindestens einen Lehrer zu einer Fortbildung zu schicken“, so Fertsch-Rever. Ein Informationsabend für Eltern werde ebenfalls angeboten. (mr) +++


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