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FULDA Abschaffung von G8

Neuausrichtung der gymnasialen Schullaufbahn an der Stein-Schule

01.12.18 - Mit Beginn des kommenden Schuljahres wird die Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda vollständig zum G9-Modell zurückkehren. Damit werden alle zukünftigen Schülerinnen und Schüler die Mittelstufe wieder in sechs, anstatt in fünf Jahren absolvieren. Zentrales Ziel ist es, allen Lernenden mehr Zeit zur Förderung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen zu geben.

Gerade während der Anfangsjahre im gymnasialen Bildungsgang ist damit eine Entzerrung der bemängelten Stoffdichte möglich, die das bis dahin bestehende Parallelangebot von G8 und G9 nicht bieten konnte. Bewährte Profile wie bilingualer Unterricht, iPad- oder Bläserklasse werden hingegen auch weiterhin integraler Bestandteil des Schulkonzeptes bleiben. Die verlängerte Mittelstufenphase erlaubt jedoch eine noch stärker ausgeprägte, individuelle Schwerpunktsetzung in den Bereichen MINT, Sprachen und Medienbildung genauso wie in musischen Fächern.

Der Start der zweiten Fremdsprache erfolgt in der Jahrgangsstufe sieben. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich dann zwischen Latein, Französisch und Spanisch. Dieser spätere Beginn der zweiten Fremdsprache ist ein zentraler Aspekt der neuen Stundentafel, für den sich die FvSS bereits fest entschieden hat. Für eine dritte Fremdsprache können sich die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe neun im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts entscheiden. Neben Spanisch, Französisch und Latein stehen auch Angebote in Naturwissenschaften, Informatik, Sportbiologie, Darstellendem Spiel, Blasorchester oder Chor zur Auswahl.

Mit der Entscheidung zum Ausstieg aus dem Parallelmodell und der Rückkehr zu G9 trägt die Schule einerseits dem Wunsch der Schulgemeinde nach einer Entlastung der gymnasialen Schullaufbahn Rechnung. Andererseits hat das Wahlverhalten der Eltern in den letzten beiden Jahren das fehlende Interesse am G8-Angebot gezeigt, da die erforderliche Mindestzahl zur Bildung einer G8-Klasse nicht zusammengekommen ist.

Als Europaschule fühlt sich die Freiherr-vom-Stein-Schule dem europäischen Einigungswerk und dem Austausch mit anderen Kulturen besonders verpflichtet. Die Vermittlung von Werten zur Beantwortung aktueller ethischer, religiöser und gesellschaftlicher Fragen ist ein wichtiger Aspekt der schulischen Arbeit. Auch nach dem vollständigen Wechsel zu G9 stehen den Schülerinnen und Schülern differenzierte und neigungsgerechte Förderung durch Methodentraining, Medienbildung, bilingualen Unterricht, Hausaufgabenbetreuung, Hochbegabtenförderung und ein umfassendes Ganztagsangebot mit zahlreichen AGs zur Verfügung. (pm) +++


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