Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (links) und Timo Lübeck, CDU-Kreisvorsitzender im Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Foto: privat

HAMBURG / BAD HERSFELD Dreikampf vor der Entscheidung

CDU wählt neue Parteispitze: Lübeck wählt Spahn - Börner für Merz

06.12.18 - Am Freitag wird in hamburg die neue Parteispitze der Bundes-CDU gewählt. Nach 18 Jahren tritt Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende Angela Merkel nicht mehr an. Neben weiteren Bewerbern können sich insbesondere Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn Hoffnungen machen, von den 1.001 Delegierten mehrheitlich gewählt zu werden.

In den vergangenen Tagen haben sich verschiedene CDUler "geoutet". Wolfgang Schäble wählt ebenso wie Fuldas Landrat Bernd Woide Friedrich Merz. Die CDU Mittelstandsvereinigung MIT in Osthessen hält Merz ebenfalls für den geeigneten Kandidaten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier favorisiert Annegret Kramp-Karrenbauer.

Andreas Börner Foto: CDU Rotenburg an der Fulda

Andreas Börner, stellvertretende Landesvorsitzender der Jungen Union, wählt ebenfalls Merz: "Heute geht es als Delegierter zum #BPT der CDU nach Hamburg: Der Dreikampf um den Vorsitz hat der Partei in den letzten Wochen gut getan und ich halte alle drei Kandidaten für geeignet. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden meine Stimme Friedrich Merz zu geben. Die CDU braucht eine Veränderung, die aus meiner Sicht nur von außen kommen kann. Es ist aber auch der Wunsch vieler Mitglieder an der Basis, wie viele Gespräche in den letzten Wochen gezeigt haben. Insbesondere die Junge Union Hessen hat sich gestern in einer geheimen Mitgliederumfrage mit 64,7 Prozent für #Merz ausgesprochen. Jens Spahn wird morgen nicht das letzte Mal auf dem Wahlzettel stehen und in den nächsten Jahren seine Chance bekommen", schreibt Börner auf Facebook.

Timo Lübeck, Kreisvorsitzender der CDU Hersfeld-Rotenburg und ebenfalls BUndesdelegierter hat sich dagegen auf "Außenseiter" Jens Spahn festgelegt. Auf facebook begründet er seine Entscheidung: "Da ich oft gefragt worden bin, wem ich bei der Wahl zum Bundesvorsitzenden meine Stimme gebe, will ich mich dazu gerne äußern: Ich werde für Jens Spahn stimmen.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens ...Archivfotos (2): Hans-Hubertus Braune

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich könnte mir jeden der drei Bewerber sehr gut als Bundesvorsitzenden vorstellen. Jahrelang wurde behauptet, die CDU sei ausgeblutet und für die Zeit nach Angela Merkel gebe es kein Personal. Jetzt haben wir gleich drei ausgezeichnete Kandidaten, die – bei aller Unterschiedlichkeit – alle das Zeug dazu haben, das Amt erfolgreich auszuüben. Das ist gegenüber der SPD eine echte Luxussituation. Die haben Frau Nahles und Herrn Stegner und würden Luftsprünge machen, wenn es bei ihnen nur eine Persönlichkeit von vergleichbarem Format gäbe.

Für mich - und sicherlich auch für viele andere Delegierte - ist das keine einfache Entscheidung. Auf den bisherigen Bundesparteitagen, an denen ich teilgenommen habe, war immer nur interessant, wieviel Prozent es am Ende für die Vorsitzende werden. Jetzt haben wir einen echten Wettstreit um Ideen und Personen. Dafür bin ich Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn dankbar. Das hat der CDU richtig gut getan. Denn zu viele Entscheidungen der letzten Jahre haben wir ohne eine ausführliche Debatte in der Partei getroffen.

Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Dr. Angela Merkel

Jens Spahn kenne und schätze ich seit meiner Zeit in Berlin. Wir sind in etwa gleich alt, telefonieren gelegentlich und tauschen uns aus. Er hat sich bei den Regionalkonferenzen hervorragend präsentiert, war klar in der Analyse und verbindlich in seinen programmatischen Vorstellungen...Wir haben bei den vergangenen Wahlen sowohl an die AfD als auch an die Grünen verloren. Das zeigt, dass die Wähler weniger die Frage nach links oder rechts interessiert, sondern was wir als CDU für richtig halten. Das sind aus meiner Sicht vier wichtige Punkte: 1. Keine Kompromisse bei Rechtsstaat und Sicherheit. 2. Die Digitalisierung mit Mut und Zuversicht anpacken, damit sie deutlich mehr Chancen als Risiken bringt. 3. Solidarität mit denen, die Hilfe benötigen einerseits und andererseits das klare Prinzip, dass sich Leistung lohnen muss. 4. Den Klimaschutz klüger organisieren, indem wir wirtschaftliche und ökologische Interessen zusammenbringen", schreibt Lübeck. (hhb) +++


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