Die Sternsinger wurden von Angela Merkel in Berlin empfangen - Fotos: M. Jakobi

BERLIN / FULDA Segensbringer und Botschafter

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Sternsinger aus dem Bistum Fulda

08.01.19 - Bereits zum 14. Mal hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 108 Sternsinger im Kanzleramt empfangen. Aus allen 27 deutschen Diözesen waren am Montagvormittag jeweils vier Sternsinger nach Berlin gereist und vertraten dort die rund 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit in mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden und Einrichtungen an der 61. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. 

Das Bistum Fulda vertrat in diesem Jahr eine Gruppe von sehr motivierten Sternsingern und Messdienern mit den drei Königen vertreten durch Julian (elf), Ronja (zwölf), Ronja (16) und dem Sternträger Gianluca (15) aus der Gemeinde St. Jakobus in Hanau. Alle vier blicken schon auf mehrjährige Erfahrungen beim Sternsingen zurück. Begleitet wurden sie von der Gemeindereferentin Birgit Imgram, welche seit ihrer Jugendzeit und damit seit 39 Jahren aktiv bei den Sternsingern mitmacht. Sie betont, dass die Begeisterung immer noch stark in ihr brennt, durch diese Aktion Kinder in aller Welt zu helfen, in Würde groß zu werden.

In diesem Jahr hat die Aktion den thematischen Schwerpunkt Gleichberechtigung von Kindern mit Handycap im Beispielland Peru. Besonders beeindruckt war der elfjährige Julian von der Ansprache der Kanzlerin, dass sie Förderbedarf für Kinder mit Problemen nicht nur in anderen Ländern sieht, sondern auch bei uns in Deutschland. Obwohl wir materiell im Vergleich zu anderen Ländern recht gut sind, berichtet er, ist es oft, dass man merkwürdig angeschaut wird oder sich nicht traut über seine psychischen Probleme zu sprechen und damit Hilfe zu bekommen. Die 16-jährige Ronja ergänzt, dass dieser Prozeß der gegenseitigen Anerkennung von jeder Generation neu gelebt werden muss, damit wir in Deutschland und weltweit eine möglichst gute Welt haben, mit vielen Chancen für die Kinder. Damit ist die diesjährige 61. Sternsingeraktion die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder, ergänzt die zwölfjährige Ronja, und es ist für sie Ehre und Verpflichtung dabei zu sein. Wenn jeder etwas gibt, kann aus vielen Spenden Großes erreicht werden. Für den 15-jährigen Gianluca ist neben der materiellen Hilfe für notleidende Kinder ebenfalls wichtig, dass die Menschen in seiner Pfarrgemeinde und heute die Frau Bundeskanzlerin den Segen der drei Heiligen Könige bekommen. Dabei bedeuten die drei Buchstaben C + M + B nicht nur Casper, Melchior und Balthasar, sondern Christus mansionem benedicat. Dies bedeutet, wie er stolz erzählt: Christus segne dieses Haus.

Diesen Gedanken griff ebenfalls die Bundeskanzlerin in ihrer Rede auf: „Ihr seid Segensbringer und Botschafter. Eure Botschaft ist: Wir gehören zusammen. Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig. Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und haben es nicht so einfach. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass wir mit Menschen mit Behinderung so umgehen, dass wir ihre Würde auch immer respektieren und uns in sie hineinversetzen“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Richtung der kleinen und großen Könige. „Dass es so viele von Euch gibt und dass es die Betreuer gibt, das ist genau die Botschaft an uns alle und an die Menschen, die Ihr besucht: Macht doch auch was! Wer nur ein kleines bisschen hilft, kann schon einen Beitrag dazu leisten, dass woanders sich das Leben eines Menschen verändert“, so die Bundeskanzlerin. (pm) +++


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