Eindrucksvolle Fotos: Am Donnerstag wurde die Ausstellung im Klinikum offiziell eröffnet - Foto: Miriam Rommel

FULDA Ausstellungseröffnung im Klinikum

70 Jahre Menschenrechte - Brand (MdB): "Wir dürfen nicht zurückschrecken"

10.01.19 - Den Menschenrechten fühlt sich das Klinikum Fulda besonders verpflichtet. Um das zu unterstreichen, gibt es in den kommenden Tagen eine Ausstellung anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Menschrechts-Charta der Vereinten Nationen“ im alten Foyer. „Ich freue mich immer besonders, wenn wir Sie im Haus haben“, meinte Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel am Donnerstagvormittag und sprach damit Rolf Altmann, den Sprecher und Begründer der Fuldaer Amnesty International- Gruppe sowie den ehemaligen Leitenden Oberarzt der Kardiologie, Dr. Gerhard Strupp an.

Altmann wies darauf hin, dass die Ausstellung in drei Teile gegliedert sei. „Wir haben hier die Bilder, dazu Erklärungen sowie eine Petition für die inhaftierte Menschenrechtlerin Narges Mohammadi.“ Wichtig sei, so meinte er, immer wieder darauf hinzuweisen, wie häufig noch immer gegen die Rechte Einzelner verstoßen würde. „Wir fordern, dass Menschenrechte überall auch eingehalten werden.“

Internationale Bilder werden gezeigt

v.l.n.r.: Dr. Gerhard Strupp, MdB Michael ...

Ein historischer Moment

Aber auch Bilder aus der BRD ...

Der Schirmherr der Veranstaltung, CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand, lobte die Arbeit von Amnesty International. „Es wird auf Fälle aufmerksam gemacht, von denen man sonst oft nie erfahren würde.“ Brand, der betonte, selbst während eines längeren Aufenthaltes in den neunziger Jahren mitgeholfen zu haben, in Bosnien eine Menschenrechtsorganisation zu gründen, meinte aber auch, dass das Jubiläum zwar Grund zur Freude sei, man aber nicht unterschätzen dürfe, dass noch viel zu tun sei. „Es wäre ein Fehler, vor Ländern wie China, der Türkei oder Russland zurückzuschrecken, gerade in der Zeit, in der Standards wieder in Frage gestellt werden.“

Ein Beispiel dafür nannte er umgehend: „Es ist noch nicht so lange her, dass ein chinesischer Botschafter mir vorschreiben wollte, was ich zu tun habe. Ihm gefiel nicht, dass ich bei der Tibet Initiative Deutschland, einer Menschenrechtsorganisation in Deutschland auftrete und wollte mir sagen, welche Inhalte ich auf meiner Homepage veröffentlichen dürfte. "Selbstverständlich bin ich darauf überhaupt nicht eingegangen, was bis heute zu einem Einreiseverbot nach China geführt hat – aber Zurückweichen kommt nicht in Frage".

Die Ausstellung im Klinikum sieht der CDU-Abgeordnete als Aufforderung an jeden Bürger, für Menschenrechte zu kämpfen. „Egal ob Gefahr von links, rechts, oder von Despoten ausgeht: Wir müssen unsere Finger in die Wunden legen, laut sein, uns dagegenstellen.“

Dies könne man beispielsweise schon damit erreichen, indem man eine Petition unterzeichnet oder an einen zu Unrecht Inhaftierten einen Brief schreibe. „Für den Betroffenen ist das ein moralisches Rüstzeug, etwas, das einem zeigt, da draußen ist jemand, der sich für mich einsetzt, obwohl er mich nicht einmal persönlich kennt.“ (Miriam Rommel) +++


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