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Dieter Kolb, Bürgermeister in Eichenzell - Fotos: Christian Schmitt

EICHENZELL Jahresempfang: Rückblick und Ausblick

Eine familienfreundliche Gemeinde, in der die Welt noch in Ordnung ist

26.01.19 - Erdogan, Trump, das Dieselfahrverbot: Bürgermeister Dieter Kolb sprach beim Eichenzeller Jahresempfang viele Themen an, die die Menschen in 2018 bewegten. „Man könnte meinen, es sei ein furchtbares Jahr gewesen. Es gab viel mehr negative Schlagzeilen als positive, es wurde ständig von Handelskonflikten und Klimakatastrophen berichtet.“  

Erfreuliche Dinge, etwa, dass weltweit mittlerweile ebenso viele Mädchen wie Jungen eine Grundschule besuchten, oder dass es ein hervorragendes Jahr für den Weinanbau gewesen sei, wären in den Hintergrund geraten. Um seinen Standpunkt zum Thema Feinstaubbelastung zu unterstreichen, spielte Kolb ein kurzes Video von Komiker Dieter Nuhr ab, welches im Saal für beste Stimmung sorgte.

In Eichenzell, so meinte der Bürgermeister, sähe die Welt glücklicherweise besser aus: „Über uns wird meist nur wohlwollend berichtet, wir konnten unsere Kredite tilgen und sogar Rücklagen bilden.“ 2 Millionen Euro seien von Seiten der Hessenkasse geflossen, 1,3 Millionen Euro habe man innerhalb der Gemeinde investiert. „Der Anbau der Kindertagesstätte Sternschnuppe hat allein 905.000 Euro gekostet. Dafür haben wir nun zwölf weitere Betreuungsplätze, 355 Quadratmeter Nutzfläche sind hinzugekommen.“ Die Änderung der Kita-Satzung sei ebenfalls ein guter Weg, Eichenzell noch familienfreundlicher zu machen. „Die Gebühren wurden niedriger, dafür gibt es längere Öffnungszeiten.“

Als Nächstes stünde eine energetische Sanierung der Kita Akazienweg bevor. „Die Einrichtung ist über 40 Jahre alt, wir erwarten Umbaukosten in Höhe von einer Million Euro“, so der Bürgermeister weiter. Des Weiteren plane man, mehr in die Vereinsförderung zu investieren. „Der Freiwilligendienst muss mehr gefördert werden. Wir wollen uns, gerade in der Jugendarbeit, an Kosten beteiligen.“

Auch die gewerbliche Entwicklung in Eichenzell sei erfreulich. „Das Konzept Industriepark Rhön sieht weitere Neuansiedlungen vor. Wir haben ein brachliegendes Grundstück zurückgekauft und erschlossen, hier siedeln die Firmen K-Zwo, Maxi Press Elastometertechnik, Spielend Lernen sowie Jemidi an.“

Beim Thema Brecheranlage/Firma Weider habe Kolb gehofft, endlich einen Kompromiss gefunden zu haben. „Ich dachte, die Diskussion sei nun endlich beendet, leider habe ich mich geirrt. Ich hoffe jedoch, auch bezüglich der Planungssicherheit der betroffenen Firma, dass wir in diesem Jahr zu einer Einigung kommen können.“

Als weiteren Ausblick riss der Bürgermeister die Neugestaltung des Ortskerns Eichenzell, das geplante Gucke-Haus und den Neubau des Feuerwehrhauses sowie den Umbau des Bürgerhauses in Büchenberg an, bevor er das Wort an den Hainzeller Sascha Gramm übergab, der im letzten Jahr als bester deutscher Teilnehmer am 250 Kilometer langen Gobi March in der Mongolei teilnahm.

Gramm berichtete von seiner Zielsetzung, dem Finden von Motivation, seinen Vorbereitungen auf den Extremmarsch und anschließend von seinen Erfahrungen in der Wüste. (mr) +++


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