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Gemeinsam für mehr Effizienz. Gastgeber und Gäste bei der Förderpreisübergabe der RhönEnergie Fulda-Gruppe: (von links) Rainer Busold, Dr. Arnt Meyer, Jürgen Hahn, Hermann-Josef Scheich, Holger Porzelt, Matthias Kübel, Mario Dänner, Christof Schneider, Peter Malolepszy, Ansgar Erb und Matthias Hahner - Foto: Marzena Seidel

FULDA Sieben verschiedene Vorhaben

RhönEnergie Fulda für Energie-Effizienz: Unterstützung regionaler Projekte

30.01.19 - Um die Energiewende wirksam umzusetzen, bedarf es vieler kleiner Schritte. Deshalb hat die RhönEnergie Fulda ein eigenes Förderprogramm für Energie-Effizienz und Erneuerbare Energien aufgelegt. Bei der offiziellen Vorstellung von sieben neu in die Förderung aufgenommenen Projekten wurde deutlich, dass das Programm eine große Bandbreite aufweist und wertvolle Impulse gibt.

Für Projekte im Rahmen des seit 2013 bestehenden Förderprogramms hat die RhönEnergie Fulda über die Jahre in der Region bereits über eine Million Euro bereitgestellt. Jetzt übergab Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda GmbH, zusammen mit Matthias Hahner, Geschäftsführer der OsthessenNetz GmbH, den Empfängern offiziell die Förderzusagen.

„Die RhönEnergie Fulda trägt aktiv dazu bei, die Ziele der Energiewende auf regionaler und lokaler Ebene voranzubringen. Nicht zuletzt die aktuellen politischen Diskussionen zeigen überdeutlich, wie wichtig energieeffizientes Handeln und die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien sind“, unterstreicht Dr. Meyer. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir auch die Innovationskraft der Region stärken.“

Für die jetzt in die Realisierung gehende Runde seien neun Anträge eingegangen, die von einer Fachjury auf ihre Förderfähigkeit geprüft wurden, berichtet Matthias Hahner. Diesmal erhalten sieben Projekte aus dem Versorgungsgebiet der RhönEnergie Fulda-Gruppe eine Förderung in unterschiedlicher Höhe. Eine Voraussetzung für diese Unterstützung ist, dass die Projekte nicht bereits wesentlich durch eine andere Förderung bedacht werden.

Sieben verschiedene Projekte, ein gemeinsames Ziel

Wie in den Vorjahren ist das inhaltliche Spektrum der Projekte breit. Die Gemeinde Hosenfeld, vertreten durch Bürgermeister Peter Malolepszy, erhält eine Förderung für die Modernisierung der Absorberanlage des kommunalen Schwimmbads, die mit Energie der Sonne warmes Wasser erzeugt. Konkret geht es dabei um eine intelligente Temperaturdifferenzsteuerung, welche die Leistung der Anlage dem Wetter anpasst. 

Die Gemeinde Bad Salzschlirf, vertreten durch Bürgermeister Matthias Kübel, geht bei der Reinigung der Straßen und Erholungsflächen neue, emissionsarme Wege und setzt zukünftig einen fahrbaren, geräuscharmen und sehr effizienten Elektro-Staubsauger ein. Vorbei sind in Bad Salzschlirf die Zeiten der lauten Laubbläser, was nicht nur die Kurgäste freuen dürfte.

Der Fischereiverein Rasdorf e.V., vertreten durch Bürgermeister Jürgen Hahn sowie Rainer Busold vom Verein, erhält eine Förderung für die Anschaffung einer leistungsstarken Anlage zur Belüftung der Fischteiche. Gespeist wird das System mit dem von einer Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom, der auch vor Ort gespeichert werden kann. Durch die Belüftung wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert, womit bei heißem Wetter einem Fischsterben vorgebeugt werden soll. 

Die Stadt Tann, vertreten durch Bürgermeister Mario Dänner, erhält aus dem Förderprogramm eine Unterstützung für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie. Untersucht wird, ob sich der Einbau von Wärmetauschern im städtischen Geriethfreibads rechnet. Angedacht ist, dem warmen abfließenden Wasser Wärme zu entziehen und damit das nachgefüllte kalte Frischwasser zu erwärmen. Ein solcher Wärmetausch könnte erhebliche Einsparungen zur Folge haben.

Die Marktgemeinde Eiterfeld, vertreten durch Bürgermeister Hermann-Josef Scheich, plant eine Modernisierungsmaßnahme an der Kläranlage in Eiterfeld-Soisdorf. Dabei geht es um den Austausch eines Schiebers zwischen der Anlage und dem Gewässerlauf Taft. Durch den Einbau eines elektronisch gesteuerten Systems kann viel Energie für die Pumpen gespart werden.

Der Sportclub Motten 1931 e.V., vertreten durch Holger Porzelt, wird aus dem Förderprogramm bei der umweltgerechten Optimierung der Warmwasserbereitung des örtlichen Sportzentrums unterstützt. Die in die Jahre gekommene Anlage wird durch eine Pelletheizung mit Solaranlage ersetzt, was die jährlichen Energiekosten (bislang Heizöl) um etwa ein Drittel senkt und den Kohlendioxid-Ausstoß drastisch reduziert.

Der Caritasverband für die Diözese Fulda e.V., vertreten durch Vorstand Ansgar Erb  und Christof Schneider, nimmt eine weitere energetische Maßnahme in seinem Jungendhilfeverbund in Fulda-Maberzell in Angriff. Diesmal geht es darum, selbst erzeugten Solarstrom auch zur Warmwassererzeugung („power to heat“) und zum Laden der eigenen E-Fahrzeuge („power to vehicle“) zu nutzen. Unter anderem für sein durchdachtes energetisches Konzept wurde der Caritasverband mit dem Umwelt- und Naturschutzpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet. (pm) +++


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