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Die Arbeitslosenzahlen sind im Januar angestiegen - Symbolfoto: O|N

REGION Arbeitslosigkeit steigt an

Wintermonate lassen Arbeitslosigkeit ansteigen

31.01.19 - Im Januar sind die Arbeitslosenzahlen angestiegen. Zum Ende des Monats sind 6.019 Menschen arbeitslos gemeldet – 598 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,2 Prozent an (Dezember: 2,9 Prozent), liegt damit aber weiterhin deutlich unter dem Hessenschnitt von 4,6 Prozent.

„Witterungsbedingte Entlassungen und das Ende des Weihnachtsgeschäftes in den Bereichen Handel und Logistik sind Faktoren, die sich auf dem Arbeitsmarkt auswirken und die Arbeitslosenzahlen ansteigen lassen. Hinzu kamen Kündigungen zum Jahresende, was auch erklärt, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit überwiegend im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur stattfand“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die aktuellen Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und die Jobcenter der Landkreise einen Rückgang um insgesamt 468 Arbeitslose, während der Stellenbestand bei der Arbeitsagentur mit 3.852 freien Stellen um 5,4 Prozent über dem des Vorjahres lag. „Wir sind von einer soliden Ausgangsbasis aus ins neue Jahr gestartet. Die Konjunkturerwartungen sind trotz bestehender Risiken weiterhin positiv, so dass wir für 2019 einen erneuten, wenn auch moderaten Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten“, kommentiert Agenturleiter Waldemar Dombrowski die aktuellen Zahlen. Er geht davon aus, dass der Bedarf an Arbeitskräften im kommenden Jahr weiter hoch sein wird.
 
Der Arbeitsmarkt im Januar 2019 im Landkreis Fulda
Saisonal und damit erwartungsgemäß ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Zum Ende des Monats sind 3.594 Menschen arbeitslos gemeldet – 405 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 2,9 Prozent an (Dezember: 2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und das Jobcenter des Landkreises einen Rückgang um insgesamt 82 Arbeitslose, während der Stellenbestand bei der Agentur für Arbeit mit 2.440 freien Stellen knapp über dem des Vorjahres liegt (+1,9 Prozent). Wie in den Wintermonaten üblich, traf die Arbeitslosigkeit in erster Linie Männer. Ihre Zahl stieg nochmals um 307 Personen auf insgesamt 2.075 an. Auch die Zahl der arbeitslosen Frauen ist im vergangenen Monat angestiegen. Insgesamt waren 1.519 Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 98 arbeitslose Frauen mehr als im Dezember. Zeitgleich wuchs ebenfalls der Anteil der unter 25-Jährigen. 383 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren waren im Januar arbeitslos. Das waren 25 mehr als im Vormonat. Auch bei den älteren Menschen über 50 Jahren war im Januar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Ihre Zahl stieg um 145 Personen auf insgesamt 1.147 ältere Arbeitslose an. Im Vergleich zum Januar 2018 waren das allerdings 77 Ältere weniger. 

Der Arbeitsmarkt im Januar 2019 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Zum Ende des Monats sind in diesem Landkreis 2.425 Menschen arbeitslos gemeldet – 193 mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,8 Prozent an (Dezember: 3,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und das Jobcenter des Landkreises einen Rückgang um insgesamt 386 Arbeitslose, während der Stellenbestand bei der Agentur für Arbeit mit 1.412 freien Stellen um 12,1 Prozent über dem des Vorjahres liegt. Auch hier trifft die Arbeitslosigkeit in erster Linie Männer. Ihre Zahl stieg nochmals um 137 Personen auf insgesamt 1.359 an. Auch die Zahl der arbeitslosen Frauen ist im vergangenen Monat angestiegen. Insgesamt waren 1.066 Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 56 arbeitslose Frauen mehr als im Dezember. Zeitgleich wuchs der Anteil der unter 25-Jährigen. 244 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren waren im Januar arbeitslos. Das waren 16 mehr als im Vormonat. Auch bei den älteren Menschen über 50 Jahren war im Januar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 85 Personen auf 864 zu verzeichnen. Im Vergleich zum Januar 2018 waren das allerdings 49 Ältere weniger. „Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Menschen über 50 Jahren zeigt in die richtige Richtung, ist aber noch nicht zufriedenstellend. Mit Blick auf die demographische Entwicklung und den steigenden Bedarf an Fachkräften, gilt es die Potenziale der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch stärker zu nutzen“, so der Agenturleiter. (pm) +++


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