Junger Mann nach Flucht festgenommen - Symbolfoto: O|N

HANAU Per Haftbefehl gesucht

Flucht vor Polizei endet in Justizvollzugsanstalt

05.02.19 - Am frühen Dienstagmorgen nahmen Hanauer Polizeibeamte zwei junge Männer im Alter von 22 und 24 Jahren vorläufig fest. Für den Jüngeren endete der Polizeieinsatz in einer Justizvollzugsanstalt - er wurde per Haftbefehl gesucht.

Kurz nach Mitternacht entschloss sich eine Streifenbesatzung einen blauen VW Polo in der Ludwigstraße in Steinheim zu kontrollieren. Doch anstatt auf die Anhaltesignale zu reagieren, setzte der Polo-Fahrer seine Fahrt unbeirrt fort, beschleunigte und versuchte, sich über die Steinheimer Brücke aus dem Staub zu machen. Wenig später steuerte er den Kleinwagen in die Sackgasse "Am Pedro-Jung-Park", weshalb die Flucht per Auto zunächst endete. Offenbar versuchte der Fahrer noch während der Polo am Rollen war, aus dem Kleinwagen auszusteigen. Allerdings konnte er daher nicht mehr bremsen und fuhr mit geringer Geschwindigkeit auf ein parkendes Wohnmobil auf. An der Fahrzeugfront des weißen Hymer entstand ein Schaden von etwa 3.000 Euro. Während der Beifahrer, ein 24 Jahre alter Hanauer, auf Aufforderung der Polizei vor Ort blieb und vorläufig festgenommen wurde, nahm der Polo-Fahrer die Beine in die Hand und versuchte in Richtung "Am Steinheimer Tor" zu flüchten. Hinzugerufene Polizeibeamte nahmen den 22-jährigen Verdächtigen kurze Zeit später ebenfalls vorläufig fest. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den jungen Mann ein Haftbefehl vorlag. Bevor es in die Justizvollzugsanstalt ging, wurde der 22-Jährige zur Dienststelle gebracht, da er zum Unfallzeitpunkt nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Zudem bestand der Verdacht, dass er den Polo unter Drogeneinfluss fuhr, weshalb er eine Blutprobe abgeben musste. Außerdem stellten die Polizeibeamten die am VW befindlichen Kennzeichen sicher, da diese zur Fahndung ausgeschrieben waren. Der Beifahrer wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Auf den 22-Jährigen, der nun einsitzt, kommen jetzt weitere Strafverfahren zu. (pm) +++


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