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- Fotos: Miriam Rommel

TANN (Rhön) Mario Dänner im O|N- Gespräch

Darum sollten die Tanner bei der Bürgermeisterwahl ihre Stimme abgeben

07.02.19 - „Als ich 2013 zum Bürgermeister gewählt wurde, gab es nur das allumfassende Thema Überschuldung“, erklärt der Tanner Mario Dänner anlässlich der bevorstehenden Bürgermeisterwahl im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Seine Amtszeit sei nicht immer einfach gewesen, er bereue jedoch nichts.

„Es war ein langer und schwieriger Weg, den Haushalt auszugleichen. Mittlerweile können wir jedoch auf positive Zahlen blicken.“ Um das zu erreichen, so erklärt er, hätte er zahlreiche unbequeme Entscheidungen treffen müssen. „Wenn man sparen muss, ist das nie gerne gesehen, im Fall von Tann war das allerdings unabdingbar.“ Dass er sich mit seiner strikten Politik nicht nur Freunde gemacht hat, ist ihm bewusst: „Die Leute sehen oft nur die Dinge, die erstmal unbequem sind, nicht aber die vielen guten Maßnahmen, die wir trotz kleinerem Budget verwirklichen konnten.“

Am Sonntag sind Bürgermeisterwahlen in Tann ...

So habe man beispielsweise das Geriethbad modernisiert oder, in Zusammenarbeit mit der Telekom und dem Landkreis Fulda, den Breitbandausbau vorangetrieben.  „Natürlich gibt es auch Sachen, bei denen man gerne schon weiter wäre“, gibt er zu. Das Gewerbegebiet „Kuhleich“ sei eine davon. „Wir wollen endlich vernünftige Flächen zu angemessenen Preisen anbieten. Die Planung, die in den 80er Jahren gemacht worden sei, wiese eklatante Fehler auf. „Alles muss überarbeitet werden, da müssen wir bald etwas tun.“

Ein weiteres großes Anliegen, so Dänner, sei ihm die Innenstadtentwicklung. „Wir sind gerade dabei, ein städtebauliches Konzept zu entwickeln. In die Ortsteile haben wir in den vergangenen Jahren viel investiert, jetzt müssen wir uns um die Leerstände in der Tanner Hauptstraße kümmern.“

Wenn am Sonntag Bürgermeisterwahlen sind, will Dänner erstmal ausschlafen und anschließend selbst zur Wahlurne gehen. „Aufgeregt bin ich nicht, ich hoffe jedoch, dass die Wahlbeteiligung hoch ausfällt.“ In einem Unternehmen bekämen die Mitarbeiter regelmäßig bei Gesprächen mit den Vorgesetzten ein Feedback. „Als Bürgermeister bekomme ich das nicht. Die Wahl ist für mich ein Indikator dafür, wie zufrieden die Menschen in Tann mit meiner Arbeit waren und es zeigt mir, ob sie weiter mit mir in die Zukunft gehen wollen.“

Das Gewerbegebiet "Am Kuhleich"

Die Tanner Innenstadt

Auch einer, der den Bürgermeister regelmäßig offen kritisiert, ruft die Menschen dazu auf, am Sonntag unbedingt ihre Stimme abzugeben. „Keine Wahl ist egal“, sagt Jörg Witzel vom FDP-Ortsverband Tann. „Selbst bei nur einem Kandidaten kann man auf dem Stimmzettel Ja oder Nein ankreuzen.“ Erhielte Dänner mehr Nein- als Ja- Stimmen, endete damit auch die Amtszeit des Bürgermeisters.

Dänner hofft nun darauf, dass die Tanner ihm auch in Zukunft ihr Vertrauen schenken. „Jetzt haben wir ein bisschen Geld, langsam fängt es an, Spaß zu machen.“ Den Bürgern müsse man dennoch sagen, dass nicht alle Begehrlichkeiten erfüllt werden könnten. „So wie 2013 dürfen wir nie wieder dastehen. Fakt ist, dass alles, was getan wird, auch bezahlbar bleiben muss.“

Sein Wahlslogan: „Für Tann - gemeinsam voran“ sei nicht nur auf die Politik bezogen, sondern richte sich auch an die Haltung vieler Einwohner. „Die Menschen sollten nicht so kritisch sein und erkennen, wie schön doch unsere Gemeinde ist. Zusammen können wir mehr erreichen und wir sind alle, da bin ich mir sicher, fähig, noch viel mehr zu leisten. (Miriam Rommel) +++


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