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Der hessische Innenminister Peter Beuth (links) und der hessische Landespolizeipräsident Udo Münch. - Foto: Boris Roessler/dpa

WIESBADEN/ FULDA Zwei von drei Straftaten werden aufgeklärt

Kriminalstatistik vorgestellt - Peter Beuth: "Hessen ist ein sehr sicheres Land"

14.02.19 - Hessen ist so sicher, wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Straftaten ist im Jahr 2018 erneut auf den niedrigsten Wert seit 1980 gefallen. Das wurde am Donnerstag bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 bekanntgegeben. "Die Zahlen belegen, dass Hessen ein sehr sicheres Land ist. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist gering und dank modernster Ausstattung und Ermittlungstechnik gelingt es unserer Polizei zwei Drittel der Straftaten aufzuklären", erklärt der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Entwicklung der Gesamtfallzahlen und der ...

Mit genau 372.798 Straftaten wurden 2.834 Fälle weniger gezählt als noch im Vorjahr (-0,8 Prozent). Die Kriminalitätsbelastung ist mit 5.971 Straftaten pro 100.000 Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2017: 6.039). Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit so gering, wie seit 40 Jahren nicht mehr. 64,2 Prozent der Straftaten wurden letztes Jahr aufgeklärt. Das ist der mit Abstand höchste jemals gemessene Wert, seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971. Es wurden fast zehn Prozent weniger Wohnungseinbruchsdelikte (-9,5 Prozent) als noch im Vorjahr registriert.

"Wir wollen aber noch besser werden, denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Mit unserer Einstellungsoffensive bekommen alle Dienststellen des Landes Verstärkung. Es werden deutlich mehr Polizistinnen und Polizisten im öffentlichen Raum präsent sein, um Kriminalität effektiv zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken", so der Beuth. Alleine 2019 und 2020 sollen rund 900 zusätzliche Polizeivollzugsbeamte fertig ausgebildet werden.

Weniger Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüche

Entwicklung der Straßenkriminalität

Die Straßenkriminalität konnte dank entschlossener Polizeiarbeit in den letzten 20 Jahren messbar eingedämmt werden: Die Zahl der Fälle hat sich seitdem halbiert (1999: 121.224; 2018: 63.072), während sich die Aufklärungsquote nahezu verdoppelt hat (1999: 13,1 Prozent; 2018: 23,8 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche um fast zehn Prozent ab. Die Anzahl der vollendeten Delikte (tatsächliche Einbrüche) sank auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand von 4.081 Fällen. „Seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik ist das der niedrigste Wert. Jeder Einbruch ist einer zu viel, aber diese positive Entwicklung ist dennoch bemerkenswert. Wir haben in Hessen Wohnungseinbrechern den Kampf angesagt“, unterstrich Peter Beuth.

Fast 4.000 Übergriffe auf Polizisten

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Die Zahl der Übergriffe gegen Polizisten stieg weiter. 2018 wurden 3.967 Polizeivollzugsbeamte als Opfer registriert (+13 Prozent), 2017 waren es bereits 3.512. Von 1.906 Tatverdächtigen waren 741 Personen (rund 39 Prozent) Ausländer. „Wer unsere Einsatzkräfte angreift, muss hart bestraft werden. Eine Mindeststrafe von sechs Monaten soll diese sinnlosen Gewaltausbrüche zu einem gesellschaftlichen Tabu machen."

Leichter Anstieg der Allgemeinkriminalität bei Zuwanderern

Im Kontext der Zuwanderung – dabei handelt es sich um Straftaten, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Tatverdächtiger ermittelt wurde, wurden 40.624 aufgeklärte Straftaten erfasst (2017: 41.146). Die Anzahl der Straftaten ohne aufenthaltsrechtliche Verstöße, bei denen ein Zuwanderer als Tatverdächtiger ermittelt wurde, lag im Jahr 2018 mit 19.289 Fällen um 3,5 Prozent höher als noch im Vorjahr (18.643 Fälle). Den Schwerpunkt bildeten dabei die Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 5.563 Fällen (-36 Fälle bzw. -0,6 Prozent).

Politisch motivierte Kriminalität

„Wer sich nicht an unsere Regeln hält und bei uns Straftaten begeht, muss die Härte des Rechtsstaats spüren. Polizei, Staatsanwaltschaften und Ausländerbehörden arbeiten deshalb noch enger zusammen, um kriminelle Karrieren so früh wie möglich zu erkennen und Rückführungen in die Herkunftsländer einzuleiten“, sagte der Innenminister. (Moritz Pappert/pm) +++


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