- Symbolbild: Pixabay

MAIN-KINZIG-KREIS Attraktivität für Pendler steigt

Fast 25.000 Arbeitsplätze in der Region mehr als im Jahr 2010

08.03.19 - In nur acht Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze im Main-Kinzig-Kreis um über 20 Prozent gestiegen. Nach der Auswertung der jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau – Gelnhausen – Schlüchtern gab es im Jahr 2018 insgesamt 136.040 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – das sind fast 25.000 Arbeitsplätze mehr als im Jahr 2010.

Angesichts der Diskussion um die Kreisfreiheit Hanaus ist dessen wirtschaftliche Bedeutung von besonderem Interesse: die Stadt stellt mit 47.863 Arbeitsplätzen über ein Drittel aller Arbeitsplätze im Kreis – das sind mehr Arbeitsplätze, als die in der Rangfolge folgenden sechs Kommunen zusammen aufweisen: Gelnhausen (14.518 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zum Stichtag 30.06.2018), Maintal (9.015 Arbeitsplätze), Erlensee (6.798), Langenselbold (6.162) und Schlüchtern (5.755) sowie Bad Soden-Salmünster (4.761). Allerdings holt der restliche Main-Kinzig-Kreis auf: bei ihm stieg die Zahl der Arbeitsplätze seit 2010 um 26 Prozent, in Hanau um 15 Prozent.

Betrachtet man nur die Dynamik der Arbeitsplatzentwicklung zwischen 2010 und 2018, hat Hammersbach mit einem Wachstum von 82,4 Prozent die Zahl seiner Arbeitsplätze fast verdoppelt. Auch die Gemeinden Biebergemünd mit 68,9 Prozent und Freigericht mit 67,0 Prozent sowie Langenselbold mit 64,6 Prozent verzeichnen einen starken Anstieg in diesen acht Jahren. Die drei Teilregionen des Main-Kinzig-Kreises haben sich im gleichen Zeitraum ähnlich entwickelt: Der „Altkreis“ Hanau hat mittlerweile 83.787 Arbeitsplätze – ein Plus von 21,7 Prozent. Der „Altkreis“ Gelnhausen ist mit 23,5 Prozent sogar noch etwas stärker gewachsen und liegt jetzt bei 36.960 Arbeitsplätzen. Besonders erfreulich ist das Wachstum im vom demographischen Wandel stärker belasteten „Altkreis“ Schlüchtern: Ein Plus von 20,1 Prozent führt zu 15.293 Arbeitsplätzen.

Dieses Wachstum wird auch an den veränderten Pendler-Strömen deutlich: Hatten im Jahr 2010 nur Hanau (12.393 mehr Ein- als Auspendler) und Gelnhausen (4.000) einen „Pendler-Überschuss“, sind es im Jahr 2018 auch noch Erlensee (953) und Langenselbold (440). In allen anderen Kommunen pendeln unverändert jeden Morgen mehr Menschen aus als ein. Misst man die dabei zurück gelegte Entfernung, legen Einwohner des Main-Kinzig-Kreises erstmals jede Morgen mehr als eine Million Kilometer zurück, um an ihren Arbeitsplatz nach Frankfurt zu kommen. Auf der einen Seite bedeutet das einen ständigen Geldstrom an Löhnen und Gehältern aus Frankfurt in den Main-Kinzig-Kreis. Auf der anderen sind die Umweltbelastungen durch das Verkehrsaufkommen enorm.

Allerdings ändert sich das Pendlerverhalten im MKK deutlich: insbesondere aus dem Osten des MKK fahren Pendler weniger weit als bisher. So ist z. B. die Zahl der Auspendler aus Steinau nach Frankfurt um 8 Prozent aus Schlüchtern um 10,3 Prozent und aus dem Jossgrund um 17,5 Prozent gesunken. Die Statistik zeigt, dass viele von ihnen mittlerweile näher gelegene Arbeitsplätze gefunden haben. Auch deshalb stieg die Zahl der Pendler aus dem MKK nach Frankfurt nur noch um 9,1 Prozent auf 32.769.

„Die gute Infrastruktur im Main-Kinzig-Kreis, dazu gehören vor allem die an vielen Stellen fortschrittliche Breitband-Versorgung sowie die weit überdurchschnittliche Verkehrsanbindung, schafft hier mehr und mehr Arbeitsplätze. Unseren Pendlern hilft dies, sich Arbeitsplätze in der Nähe ihres Wohnorts zu suchen. Das entlastet die Umwelt und führt zu weniger Staus. Wenn der Main-Kinzig-Kreis diese gute Infrastruktur weiter ausbaut, dürfte sich dieser sehr willkommene Trend in den nächsten Jahren noch verstärken“, erläuterte Sharon de Sousa, IHK-Mitarbeiterin, bei der Vorstellung der Auswertung. (pm) +++


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