(von links) Pfr. Th. Renze, A. Kunkel, M. Struß (3.v.re.), G. Beck (re) - Foto: Bistum Fulda

FULDA "Zukunftsfähig machen"

Katholikenrat mit über 100 Pfarrgemeinderatsmitglieder im Gespräch

30.03.19 - "Wir wollen gemeinsam im 'Bistumsprozess 2030' die Pfarrgemeinderäte neu ausrichten und zukunftsfähig machen", so fasste Steffen Flicker, der Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Fulda, die Ergebnisse des Tages der Pfarrgemeinderäte zusammen. Über 100 Pfarrgemeinderatsmitglieder waren auf Einladung des Katholikenrates zu einer gemeinsamen Tagung am vergangenen Wochenende in das Bonifatiushaus gekommen.

Der Tag im Fuldaer Bonifatiushaus startete mit einem Planspiel zum Thema „Neue Pfarreien … nur mit Konzept“. Es ging in Gesprächsgruppen darum, für imaginäre Pfarreien in städtischem und ländlichem Umfeld Ideen, Fragen,
Ansätze und Visionen zu sammeln und Impulse für die konzeptionelle Arbeit der Pfarrgemeinderäte zu gewinnen. Am Nachmittag waren die Gremienvertreterinnen und -vertreter in Workshops zu einem Blick in die Praxis anderer Bistümer eingeladen. Cäcilia Riedißer, Diözesanreferentin aus RottenburgStuttgart mit dem Schwerpunkt Gemeindeentwicklung – Strukturen und Ordnungen“ stellte die Entwicklung der Kirchengemeinderäte vor. „In jeder
Kirchengemeinde der Diözese gibt es einen gewählten Kirchengemeinderat.

Zum Vorsitz gehören der Pfarrer (kraft Amtes) und ein/e Gewählte/r Vorsitzende/r. Alle wesentlichen Angelegenheiten der Kirchengemeinde werden dort entschieden. In unserer Diözese haben wir festgelegt, dass Leitungsaufgaben an Laien delegiert werden können.“ Die Gemeindereferentin und Organisationsberaterin Christina Bettin erläuterte das Modell der Gemeinschaft von Gemeinden aus dem Bistum Aachen. Christiane Becker, pastorale Koordinatorin aus dem Bistum Osnabrück, betonte die Zusammenarbeit als Getaufte auf Augenhöhe. „Das bedeutet einen Wandel in der Vorstellung von Kirche und im kirchlichen Leben. Glaube und Gemeindeleben sind dabei nicht auf einen Pfarrer ausgerichtet, sondern jede/r Getaufte wird als Teil von Kirche begriffen. Das Bistum Osnabrück möchte Ehrenamtliche an der Leitung von Kirchengemeinden beteiligen.

Das Modell der ehrenamtlichen Gemeindeteams ist dabei ist ein Weg, Kirche der Beteiligung zu werden. Gemeindeteams als die Gesichter der Gemeinde vor Ort suchen nach Charismenträgern in einer Gemeinde und übernehmen Verantwortung für die Bereiche Glaubensweitergabe, Liturgie, Verkündigung und Diakonie.“ Christine Faupel und Susanne Köbel stellten die Überlegungen des Teilprojektes „Gremienstruktur“ vor. „Es kam uns darauf an, die Pfarrei als Netzwerk verständlich zu machen und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit im ländlichen Raum und in der Stadt vorzustellen.“ sagte Christine Faupel, Bad Orb.

Ordinariatsrat Thomas Renze betonte, dass ihm persönlich der Tag ein großes Anliegen war. Er ermutigte dazu, die Zukunft gemeinsam zu gestalten und im Sinne des Mottos des Strategieprozesses ‚gemeinsam zu wachsen‘. Dies bedeute als erstes, zu wachsen in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Aber auch für Gemeinden sei es notwendig, stärker zusammen zu wachsen. Das bedeute, einander wahrzunehmen, Grenzen zu überwinden und
sich so gemeinsam als Kirche zu erleben. Der Seelsorgeamtsleiter ermutigte die Pfarrgemeinderäte, den Prozess der Bistumsentwicklung zu tragen und weiterzubringen. Er wies darauf hin, dass sich die Arbeitsweise und Struktur
der Pfarrgemeinderäte verändern wird. Zweck des Tages sei, die Überlegungen zur Veränderung der Pfarrgemeinderäte transparent zu diskutieren. (pm) +++


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