- Symbolbild: Pixabay

FULDA Erste lokale Demokratiekonferenz

Gegen Rechts: Stadt fördert Projekte und Initiativen mit 37.000 Euro

07.04.19 - In Zeiten, in denen die AfD Ängste vor Europa schürt und etwa 70 Prozent aller wahlberechtigten Deutschen das Vertrauen in die Politik verloren haben, setzt die Stadt Fulda ein Zeichen: Am Samstagmittag fand im Mehrgenerationenhaus auf dem Aschenberg unter dem Titel „Partnerschaft für Demokratie“ die erste lokale Demokratiekonferenz statt. Sie soll der Startschuss sein für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Vereinen und Initiativen, die sich mit Projekten gezielt gegen Rechtsradikalisierung und Antisemitismus engagieren möchten.

Lena Müller vom Amt fur Jugend, ...Fotos: Erich Gutberlet

Amtsleiter Stefan Mölleney

„Als OB bin ich begeistert, dass wir in Fulda so viele Initiativen und eine so wunderbare Vereinslandschaft haben“, sagte Stadtoberhaupt Dr. Heiko Wingenfeld auf die Frage von Lena Müller vom Amt für Jugend, Familie und Senioren, die durch die Konferenz führte. Als Beispiele für wichtige Impulse, die aus der Gesellschaft kommen, nannte Wingenfeld die Lehrerin Anja Listmann, die sich für die Versöhnung von Deutschen und Juden stark macht, oder auch den "Welcome! In Fulda e.V.". Besorgt stellte der OB aber auch eine abnehmende Begeisterung für die Demokratie fest, was die zunehmende Wahlmüdigkeit zeige. „Wir müssen neue Wege gehen, daher auch diese Demokratiekonferenz.“

Lena Müller erklärte, dass Fulda seit Jahresbeginn im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als Partnerschaften für Demokratie gefördert wird. „Wir können in diesem Jahr 37.000 Euro an Fördergeldern für Projekte zur Verfügung stellen, 7.000 Euro davon gezielt für Jugendinitiativen.“ Welche Projekte unterstützt werden, soll in einem Begleitausschuss entschieden werden, der im Mai eingerichtet wird und sämtliche Gruppierungen der Bürgerschaft abdecken soll. Wer sich für die Projektförderung interessiert, kann sich in einer Sprechstunde dienstags zwischen 16 und 17 Uhr beim Amt für Jugend, Familie und Senioren, Telefonnummer (0661) 102-3201, informieren. Weitere Hintergründe gibt es hier.

Referent Christopher Vogel

Dem einleitenden Teil der Demokratiekonferenz folgten ein Vortrag von Christopher Vogel vom Mobilen Beratungsteam Hessen zum Thema „Ländliche Räume zwischen Krise und Potentialen“ sowie mehrere Workshops, in denen Fragen wie etwa „Was ist los in Fulda?“ oder „Andere Religionen?“ behandelt wurden. Es herrschte rege Beteiligung unter den etwa 90 Konferenzteilnehmern. (mw) +++


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