Die Kuriositäten-Führung vor dem "Wasser der Minderbrüder" im Schulhof der Konrad-Duden-Schule - Fotos: privat

BAD HERSFELD Eine eigene Straße für "Fezius"

Kuriositäten-Stadtführung lockte zahlreiche begeisterte Gäste

10.04.19 - Die Kleinodien der Stadt Bad Hersfeld, die Kuriositäten am Wegesrand, sind Themen einer inzwischen sehr beliebten Stadtführung, die vor wenigen Tagen vom Tourismusbüro im nun schon dritten Jahr angeboten wurde. Mehr als 50 Gäste folgten jetzt der Einladung, mit Stadtführer Michael Adam diese „besonderen Plätze und zum Teil vergessenen Kuriositäten“ zu besuchen und wanderten quer durch die Innenstadt.

Los ging es mit dem „Park des Dichters“, dem Schillerplatz, „ein Schatten seiner Selbst gegenüber 1905, als er eingeweiht wurde“, erklärte Adam der Gruppe. Den Namen stiftete der Dichter und Denker Friedrich von Schiller zur Einweihung anlässlich des 100. Todestages.

Stadtführer Michael Adam in seinem Element

Das älteste Fensterkreuz in der Kemenate hinter Haus Klausstraße 34, Göbels Bäckerei, beeindruckte nicht nur die Kinder. In der Antoniengasse erfuhr die Gruppe dann von den beiden Stadtkirchen-Heiligen Antonius und Vitus, wobei Adam vorschlug, es dürfe ruhig eine Straße in der Stadt auch nach Vitus benannt werden, der hier mundartlich „Fezius“ heiße.

Die Hübschlerinnen in der Rosmariengasse waren „verruchtes“ Thema; beim „Wasser der Minderbrüder“ konnten die Gäste dann im alten Brunnen des Franziskanerklosters im heutigen Schulhof der Konrad-Duden-Schule einen Blick in „tiefste Mittelalter“ werfen, bevor es zum „eisenharten Sexauer“ ging. Adam erläuterte anhand zweier alter, seltener Kanaldeckel Hersfelder Industriegeschichte von Gottlieb, Schilde und Sexauer bis hin zu Börner.

Glänzende Augen bekamen etliche Gäste in der Hospitalkapelle, die besichtigt wurde als Kapelle der Pilger, Alten, Bedürftigen, Armen und Kranken. Sodann ging es zum „sprechenden Stein“, der immer für einen Lacher gut ist, und weiter zum Haus des ersten hauptamtlichen Protestanten, dem Raidschen Haus. 1653 erbaut, wurde das Haus von Balthasar Raid 1967 „für zwei jämmerliche Parkplätze abgerissen“, schalt Adam die seinerzeitige Stadtpolitik. Gottlob sei es 1984 als Replikat wiedererstanden – „und hoffentlich passt das, was daneben entsteht, ins neue Bild der Unteren Frauenstraße“, sagte Adam. Den Abschluss bildete der Besuch beim „Haus des vaterländischen Frauenvereins“ neben der neuen HZ, das heutige Jugendhaus. Dort gab es nicht nur Eierlikör-Eier für die Besucher, sondern auch reichlich Beifall.
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