Abschied von der Pfarrgemeinde: (hinten von links) Bürgermeister Kübel, Pater Ljubo, Pfr. i. R. Knapp, Schwester Brunhilde, Pater Mladen, (vorne von links): Verwaltungsratsmitglied Maria Post, Pfarrgemeinderatssprecherin Gisela Wyczysk, Schwester Hedwigis, Schwester Gemma, Schwester Gertrudis, Sprecher des Singkreises St. Vitus, Herbert Post - Fotos: Renate Reus

BAD SALZSCHLIRF Abschied von den Vinzentinerinnen

Ordensgemeinschaft verlässt den Kurpark: Gästehaus verkauft

13.04.19 - Mit vielen Dankesworten und so manchen Tränen nahmen die Bad Salzschlirfer Abschied von den Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul. Über 120 Jahre wirkten sie in der Gemeinde, 1897 hatte ihr Orden das Kur- und Gästehaus St. Bonifatius eröffnet, in dem ursprünglich Geistliche und Ordensschwestern Erholung suchten. Die letzten Schwestern ziehen nun in den Hedwigsstift nach Fulda, das Gebäude wurde vom Orden an einen Schweizer Investor verkauft.

Im Anschluss an die Sonntagsmesse am 7. April wurden die Schwestern von der Gemeinde feierlich verabschiedet. Pfarrgemeinderatssprecherin Gisela Wyczysk erinnerte daran, dass in dem Haus in all den Jahren 125 Ordensschwestern in der Alten- und Krankenpflege, in einer Haushaltsschule, im Kindergarten und der Gästebetreuung wirkten. Nach und nach und mit mehreren Umbauten entstanden im zentral im Kurort gelegenen Kur- und Gästehaus St. Bonifatius 84 Zimmer, verschiedene Gruppenräume und eine schöne Hauskapelle, in der regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden. In den letzten 22 Jahren wirkte Pfarrer im Ruhestand Karl Knapp aus Hausgeistlicher und half auch bei Bedarf in der Pfarrgemeinde aus. Krankengymnastik, Massagen und medizinische Bäder gehörten zum Hausangebot.

Der letzte Gottesdienst in St. Vitus ...

Gisela Wyczysk und Maria Post vom Verwaltungsrat überreichten den Schwestern und dem ebenfalls scheidenden Pfarrer Knapp zur Erinnerung Bilder-Collagen mit den schönsten Plätzen des Kurortes. Als Oberin des Bad Salzschlirfer Konventes fungierte in den letzten 10 Jahren Schwester Brunhilde Wehner. Auch sie blickte kurz auf die Geschichte des Bonifatiushauses zurück. „Alles hat seine Zeit“, erklärte sie und zitierte Heinz Schenk. „Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück“.  13 000 Übernachtungen habe das Haus im letzten Jahr gezählt, die Dienstgemeinschaft sei stets ein gutes Mit- und Füreinander gewesen. Schwester Brunhilde freute sich, dass das Haus nicht leer stehen wird. „Es wird etwas Neues“, deutete sie an. Die Oberin dankte für alle guten Begegnungen und verabschiedete sich auch im Namen ihrer Mitschwestern mit einem herzlichen Vergelt´s Gott.

Dankesworte für das langjährige Wirken der Ordensschwestern fand auch Bürgermeister Matthias Kübel. Er wies auf das stets gute Miteinander mit der Ordensgemeinschaft hin, der die Gemeinde zu großem Dank verpflichtet sei. Auch als großer Arbeitgeber habe das Gästehaus einen wichtigen Posten im Ort eingenommen. Die innige Verbundenheit mit den Schwestern drückte Herbert Post als Sprecher des Singkreises St. Vitus aus. Viele Veranstaltungen habe der Singkreis im Bonifatiushaus begleitet und dabei immer die freundliche Atmosphäre genossen.

Die Messe zelebrierten Pfarradministrator Pater Ljubo Lebo und der Ortsgeistliche Pater Mladen Sesar. Die Messdiener waren mit einem großen Aufgebot angetreten. Im gleichen Gottesdienst stellte sich die neue Gemeindereferentin der Pfarrei St. Vitus, Kristin Hirsch, vor, die künftig 15 Wochenstunden in der Gemeinde arbeiten wird. (pm) +++


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