- Fotos:Moritz Pappert

HÜNFELD Feuerwehr warnt vor Kohlenmonoxid

Rauchgasvergiftung beim Grillen: Vier Verletzte in Spezialkliniken geflogen

13.04.19 - Rettungseinsatz am frühen Abend in einer Hünfelder Kleingartenanlage: Gegen 20:00 Uhr wurde die Leitstelle zu einem MANV (Massenanfall von Verletzten) gerufen. Drei Erwachsene und Kind wurden durch Kohlenmonoxid beim Grillen verletzt. 

Laut Auskunft der Polizei in Hünfeld befand sich der Grill in einem Vorraum einer Gartenhütte. Dort sei er "zum Aufwärmen" hingestellt worden. Die Rauchgase zogen in den Aufenthaltsraum. Dabei erlitten die drei Erwachsenen im Alter von 48, 49 und 69 Jahren und ein zehnjähriger Junge Rauchgasintoxikationen. Die Verletzten wurden zunächst durch Rettungskräfte zur Bundespolzeiabteilung nach Hünfeld gebracht und von dort mit drei Rettungshubschraubern in Spezialklinken geflogen. Der 69-Jährige kam ins Klinikum Fulda, während Eltern und Sohn nach Wiesbaden geflogen wurden. Zum Schweregrad der Verletzungen könne laut Polizei noch keine Aussage getroffen werden.

Personen, die mit Kohlenstoffverbindungen verletzt wurden, müssen in speziellen Druckkammern behandelt werden, die nicht in allen Krankenhäusern verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Einsatz von drei Rettungshubschraubern. 

Feuerwehr warnt vor Gefahr durch Kohlenmonoxid

Die Feuerwehr macht immer wieder auf die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen aufmerksam. Einsatzleiter Timo Link von der Feuerwehr Fulda erklärt auf O|N-Anfrage dazu, dass die Gefahr vor allem darin besteht, dass das giftige Gas geruchs- und geschmacklos ist und schon wenige Atemzüge zum Tod führen können: Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständigen Verbrennungsvorgängen, also besonders beim Grillen, weniger bei offenen Flammen wie beim Lagerfeuer. Wie im vorliegenden Fall sind häufig mangelnde Belüftung die Ursache. Immer wieder komme es zu Einsätzen der Feuerwehr wegen  ausgasender Kohlereste von Grills in geschlossenen Räumen.

Das tückische an Kohlenmonoxid ist, dass es für den Menschen nicht zu bemerken ist. Das Gas mit dem Kürzel CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt dabei den Sauerstoff. Erste Anzeichen sind Unwohlsein, Schwindelgefühle und Übelkeit Schon nach wenigen Atemzügen kann CO zu schweren Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. 

Die Feuerwehr warnt deshalb eindringlich davor, in geschlossenen Räumen zu grillen – dies gilt auch für das Abkühlen der Kohle! Es gibt mittlerweile Rauchmelder, die auch vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid warnen. Erhältlich sind diese speziellen CO-Melder im Fachhandel . (mp/ci)+++


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