Landwirtschaft per Planwagen erleben: die Rundfahrt führt durch die Gemarkung von Dipperz. - Fotos: privat

DIPPERZ Mit dem Planwagen unterwegs

Schöne Aussichten: Wie funktioniert moderne Landwirtschaft?

14.04.19 - Die beiden Rheinisch-Deutschen Kaltblüter Fine und Bubi schnauben. Geduldig warten sie, bis alle Passagiere in dem Planwagen Platz genommen haben. Dann endlich geht es los auf eine Rundfahrt durch die Gemarkung von Dipperz. Doch es geht hierbei nicht nur darum, die schöne Aussicht zu genießen. Denn unter den Mitfahrern ist auch Landwirt Timo Zengerle, der auf seinem Familienbetrieb in Dipperz Milchkühe hält und während der Fahrt erläutert, wie moderne Landwirtschaft funktioniert.

Und wie könnte das anschaulicher gehen als direkt zwischen den Feldern und Wiesen in der Gemarkung? „Wir haben einfach eine Möglichkeit gesucht, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen und sie daher zu dieser Rundfahrt eingeladen“, erklärt Timo Zengerle. Und dass dieses Angebot gerne angenommen wird, zeigt der vollbesetzte Planwagen. Auf der etwa 4,5 Kilometer langen Tour erklärt der Landwirt, wie die Gegebenheiten in der Gegend sind und was die heimische Landwirtschaft ausmacht.

„Wir sind eine Region, die von Grünland und damit von der Milchviehhaltung geprägt ist“, sagt Timo Zengerle. Denn das Grünland, und damit sind alle Wiesen und Weiden gemeint, stellt die Futtergrundlage für die Kühe dar. Sie können das Gras gut verwerten und produzieren daraus Milch, welche regional an die Hochwald Molkerei in Hünfeld vermarktet wird. Natürlich können die Kühe das Gras nicht komplett in Milch umwandeln. Was die Kuh nicht gebrauchen kann, landet in der Gülle. Und die kommt wieder auf die Wiesen und Felder. Ein Kreislauf, welcher sich seit Jahrtausenden bewährt hat, denn so gehen wichtige Nährstoffe nicht verloren, sondern können von den Pflanzen wieder aufgenommen werden.

Dass Gülle nicht ganz geruchsneutral ist, weiß jedes Kind. Doch die Dipperzer Landwirte tun einiges dafür, dass der Geruch so gering wie möglich ist. Zu diesem Zweck haben sich drei Landwirte zusammengeschlossen und ein neues Güllefass gekauft, welches im Anschluss an die Rundfahrt besichtigt werden kann. „Das besondere an diesem Fass ist, dass durch die am Heck angebrachten Schläuche die Gülle direkt auf den Boden aufgebracht wird“, erklärt Miteigentümer Peter Link aus Külos. „Dadurch kommt sie mit weniger Luft in Berührung und der Geruch verbreitet sich nicht so sehr.“

Bei heißem Kaffee, Kakao und selbstgebackenen Kuchen findet die Veranstaltung ihren Ausklang und die beiden Kaltblüter Fine und Bubi haben nach drei Touren Feierabend und können mit ihrem Kutscher Georg Merz zurück in das heimische Traisbach ziehen. (pm) +++


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