Stephan Paule will Alsfeld weiterhin als Bürgermeister nach vorne bringen. - Bildnachweis: Stephan Paule

ALSFELD Stephan Paule im Gespräch

Ein Kandidat fürs Bürgermeisteramt: "Es ist beruhigender, aber auch langweiliger"

15.05.19 - Seit 2013 läuft Stephan Paule im Alsfelder Rathaus jeden Tag ein und aus. Als Bürgermeister der Kleinstadt hat er alle Hände voll zu tun - auch, weil er die Stadt damals mit hohen Schulden übernommen hat. Investieren, aber trotzdem Schulden abbauen - das war seine Devise, die bis heute gefruchtet hat. Paule möchte gerne in eine weitere Amtsperiode starten, deshalb hofft er auf viele Stimmen der Alsfelder bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai. Der CDU-Kandidat ist der einzige, der für das Amt ins Rennen geht.

"Es ist zwar beruhigender, aber auch langweiliger", sagt und lacht Paule. "Dennoch ist es eine Situation, mit der eine Demokratie umgehen muss. Wenn Bürger unzufrieden mit meiner Arbeit der letzten Jahre waren, haben sie immer noch die Wahl, mit nein zu stimmen." Doch natürlich hofft der 41-Jährige, dass seine Arbeit in den letzten Jahren die Bürger positiv gestimmt hat - denn dafür hat er einiges getan. Ende 2012 hatte der städtische Kernhaushalt noch über 47 Millionen Euro Schulden, obwohl von 1995 bis 2012 kaum investiert wurde. 2014 bis 2018 ist es der Stadt gelungen, den Gesamtschuldenstand auf unter 33 Millionen Euro zu verringern. Außerdem wurden in dieser Zeit 331 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen und die Stadt wuchs um 87 neue Einwohner, die Kernstadt sogar um rund 200.

"Natürlich ist es nicht leicht, eine Stadt im Niedergang in eine Art Aufschwung zu bringen", erzählt Paule im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Die Liste war lang: Haushalt, Leerstand, Arbeitslosigkeit, oder auch Vereine - " das hängt alles dran. Doch in der Stadt ist etwas passiert, es gab positive Impulse, Orte sind wieder belebt". Die Ruine des ehemaligen Kerber-Kaufhauses ist verschwunden und auch der Leerstand in der Mainzer Gasse ist bekämpft. "Jetzt gilt es, die Obergasse und weitere Handlungsfelder in den Blick zu nehmen. Im Rahmen der Altstadtsanierung 2.0 werden hohe Fördersummen in private und öffentliche Maßnahmen fließen. Wichtigste Vorhaben sind die Sanierung unserer Fachwerksubstanz."

Wirtschaft und Soziales: das steht bei Stephan Paule ganz oben auf der Agenda. Alsfeld soll weiter wachsen - und deshalb möchte er bei einer Wiederwahl die gewerbliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Stadt weiter voranbringen. Das Gewerbegebiet an der B62, zwischen Alsfeld und Eifa, soll erschlossen werden, um Arbeitsplätze weiter in die Region zu bringen. Außerdem ist der Neubau eines sechsgruppigen Kindergartens in der Kernstadt geplant, 2020 soll bereits mit dem Bau begonnen werden. Auch in der gesundheitlichen Versorgung soll etwas passieren, "die Bevölkerung wird immer älter, die Versorgung der Menschen muss gesichert werden". 

Im Zuge seines Wahlkampfes geht Paule derzeit fleißig auf "Zuhör-Tour" in den 16 Stadtteilen von Alsfeld. Dort merke er, dass große Themen erst einmal in den Hintergrund rücken, viel mehr beschäftige die Bewohner ortsbetreffende Probleme, wie intakte Infrastrukturen, beispielsweise die Straßen. Für den gebürtigen Romröder und ehemaligen Gymnasiallehrer für Geschichte und Englisch ist es wichtig, für alle ein offenes Ohr zu haben und die Probleme anzugehen, damit Alsfeld auch in Zukunft im Aufschwung lebt. "Alsfeld ist der Dreh- und Angelpunkt in der Region." (Luisa Diegel) +++


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