Die Unfallstelle bei Münch-Leusel - Foto: hs

ALSFELD Rechtsextremismus-Verdacht

Vermutlich Selbstmord - Gegen verunglückten Polizisten wurde ermittelt

08.05.19 - Gegen das 36-jährige Opfer des tödlichen Alleinunfalls am Sonntag beim Alsfelder Stadtteil Münch-Leusel lief ein Disziplinarverfahren im Zusammenhang mit den rechten Umtrieben bei der hessischen Polizei. Wie Dirk Hintermeier, Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Wiesbaden am Dienstag auf O|N-Anfrage bestätigt, habe gegen den in der Alsfelder Dienststelle eingesetzten Polizeibeamten ein Vedacht im Zusammenhang mit dem Polizeiskandal in der hessischen Polizei bestanden und es sei deshalb ein "Verbot der Dienstgeschäfte" gegen ihn verhängt worden, was einer Zwangsbeurlaubung gleichkomme. 

Der Polizist war am Sonntagmittag gegen 13 Uhr auf der Landstraße 3156 zwischen Alsfeld und Münch-Leusel aus ungeklärten Gründen mit seinem roten Pkw von links von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich überschlagen und war anschließend gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer hatte den Aufprall nicht überlebt.

Suizid als Arbeitshypothese

Weil die tatsächliche Unfallursache bislang ungeklärt ist, wurde das Unfallfahrzeug beschlagnahmt und wird zur Zeit auf technische Defekte untersucht. Die zuständige Staatsanwaltschaft Gießen hat darüber hinaus auch die Obduktion des Leichnams angeordnet. Wie deren Sprecher Rouven Spieler auf Nachfrage bestätigte, geht die Staatsanwaltschaft wegen der Gesamtumstände des Unfalls von einem Selbstmord aus. "Wegen der hohen Geschwindigkeit, mit der der Pkw verunglückte, worauf auch die weit verstreuten Wrackteile hinweisen, und der beruflichen und privaten Verwerfungen im Leben des 36-Jährigen gehen wir derzeit als Arbeitshypothese von einem Suizid aus", sagte Spieler.

38 hessische Polizisten waren Ende 2018 wegen möglicher rechter Umtriebe in Verdacht geraten. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren die rassistischen Drohbriefe gegen die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz. Dabei standen sechs Beamte des ersten Frankfurter Polizeireviers im Verdacht, rechtsextreme und rassistische Nachrichten verschickt zu haben. (ci)+++

Depressiv?


Hier bekommen Sie umgehend Hilfe. OSTHESSEN|NEWS berichtet in der Regel nicht über Selbsttötungen, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere öffentliche Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Über Osthessen News

Kontakt
Mediadaten
Werbung
Impressum

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Service

Stellenangebote
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage
Biergärten
Freizeit Tipps
Mittagstisch
Beilagen
Benzinpreis Vergleich

Social Media

Facebook
Twitter
Instagram

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön