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Heinrich Fink begrüßt alle Anwesenden... - Fotos: Gerhard Manns/Jörg Meckbach

LUDWIGSAU Nichts Neues bei B 27-Umgehung

Kommt jetzt das Frühlingserwachen? - Bürgerinitiativen wollen fusionieren

10.05.19 - Der Vorsitzenden der Bürgerinitiative Umgehung B 27 Friedlos, Heinrich Fink hatte zu einer Zusammenkunft ins Bürgerhaus nach Ludwigsau-Friedlos (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) eingeladen und circa 40 Bürger aus Ludwigsau waren der Einladung gefolgt. Auch die Sprecher der „BI Lärmschutz A 4“ , Dr. Joachim Dähn und der BI für ein „L(i)ebenswertes Ludwigsau“, Markus Sauerwein waren gekommen.

Keine Neuigkeiten zur B 27 Verlegung nach Tiefschlaf der BI

Mit vielen Neuigkeiten konnte Heinrich Fink an diesem Abend nicht aufwarten, denn in Sachen B 27 Umgehungsstraße für die Lärm-und Abgas geplagten Anlieger in Friedlos und Mecklar gibt’s auch nach 40 Jahren Planung nichts Neues. „Die BI war viele Jahre im Tiefschlaf, die Politik in der Gemeinde, dem Land Hessen und im Bund hat sich viel mit dem Thema Umgehung B 27 beschäftigt, aber mit Null Erfolg“, so Heinrich Fink.

...und gibt Erläuterungen über die Projekte

Markus Sauerwein von der BI "L(i)ebenswertes ...

Neue Projekte erregen die Gemüter

Schon bei der Planung der Windkraftanlagen im Stadtwald oberhalb von Rohrbach hatte sich die BI „L(i)ebenswertes Ludwigsau“ gegründet und auch bei den neuen Stromtrassen der Tennet durch Ludwigsau und der Errichtung der Windkraftanlagen bei Hainrode gab es Proteste der BI. Jetzt kommen noch die Planungen einer Bahnstrecke mit einem vermutlich geplanten Neubau eines Bahnhofs auf der grünen Wiese und einem Tunnel vom Beiersgraben  nach Ludwigsau dazu.

Dr. Joachim Dähn von der BI ...

Die Bahn muss beim Güterverkehr schneller werden und das geht nur mit einem Streckenausbau, damit ca. 30 Prozent mehr Güterzüge in der Nacht und die ICE Züge am Tage fahren können. Der ICE Halt am Bahnhof Bad Hersfeld steht beim Neu-oder Ausbau zur Disposition. Deswegen halten sich die Gerüchte über einen neu zu errichtenden Bahnhof im Dreieck Friedlos, Mecklar und Meckbach hartnäckig. Damit wäre der Bahnhof Bad Hersfeld als ICE Halt abgehängt.
 
Markus Sauerwein dazu

Dem Vernehmen nach würde schon eifrig geplant, ohne Informationen für die betroffenen Bürger, denn die Bahn versucht die Bürgerinitiativen zu spalten. Er sehe bei den geplanten Beteiligungsforen zu dem Projekt grundsätzlich einen guten Anlass, damit man mitreden könne und noch mehr Informationen erhalten kann. Sauerwein sehe in der massiven Zunahme des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke das Hauptproblem. Die BI´s müssen konsequent an der Sache dranbleiben, damit die Funktion des Bahnhofs Bad Hersfeld auch bei einer zukünftigen Neubaustrecke erhalten bleibt und die Altbaustrecke lärmsaniert wird. Weiter sagte Sauerwein: „Wir müssen die Aufgaben der BI´s bündeln, mit einer Stimme sprechen und zusammenführen“.

Dr. Joachim Dähn von der BI „Lärmschutz A 4“

Dähn bemängelte die mangelhafte Resonanz der Kommunen bei den BI´s und den Beteiligungsforen. Auch er trete für mehr Lärmsanierung an der Altbaustrecke ein, weil der Erhalt des Bahnhofs Bad Hersfeld auch mit mehr Güterverkehr einhergehe, das müsse man so sehen. Bis jetzt gebe es noch keine Messdaten zur Lärmbelästigung an der Bahnstrecke Bebra/Fulda. Man müsse sich jetzt schon gegen einen Bahnhof auf der grünen Wiese in Ludwigsau wehren. Dr. Dähn fordert alle Politiker und Bürgermeister der Region auf, sich noch mehr in den Beteiligungsforen zu engagieren und mitzureden. „Die Lärmsanierung der Altbaustrecke Bebra/Fulda komme seiner Meinung nach erst zum Sankt Nimmerleinstag“, so die abschließenden Worte von Dr. Dähn.

Heino Stange aus Friedlos stellte fest, dass die Bürger und Politiker von der Bahn veralbert werden. Die BI´s und Bürger müssen den Politikern zeigen, dass sie versagt haben und mit öffentlichen Protestkundgebungen und Auftritten für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Die Ortsvorsteher von Reilos und Mecklar, Jörg Meckbach und Wilfried Leiter waren der Meinung, dass man nur gemeinsam marschieren sollte, denn nur so sind wir stark. Jörg Meckbach stellte fest, dass man schon von Tennet veräppelt wurde und man versucht es wieder.

Heinz Kersch aus Mecklar, Heinrich Hambrock und Karl Scholz aus Friedlos  forderten mehr Informationen für die Bürger, alles müsse auf den Tisch, "denn wir Bürger möchten wissen wo es lang geht." Karl Scholz regte eine Demo auf der B 27 an, damit Hessen Mobil und die Politiker endlich aufwachen. Jörg Meckbach forderte alle auf, dass sich die beiden BI´S zusammenschließen um dann gemeinsam zu marschieren. „Lasst Euch nicht wieder verarschen wie die vielen Jahre vorher“, so Jörg Meckbach an alle Anwesenden. Rudi Zier von der BI „Umgehung B 27“ ließ dann Abstimmen und Einstimmig ist dann die Zusammenlegung der beiden BI´s beschlossen worden.

Im Anschluss wurde noch mitgeteilt, dass es im Bahnhof Bad Hersfeld zum Hessentag einen Info-Stand geben werde, wo die Planungen der Neubaustrecke ausgelegt sind und für Jedermann eingesehen werden können. (Gerhard Manns) +++


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