Das ehemalige JOH-Areal - Fotos: O|N Archiv

GELNHAUSEN Entwicklung ehemaliges JOH-Areal

"Grünes Licht“ für gemeinsame Projektentwicklung von Sparkasse und Landkreis

15.05.19 - In einem gemeinsamen Projekt wollen die Kreissparkasse Gelnhausen als Eigentümer und der Main-Kinzig-Kreis als Ankermieter die Entwicklung des JOH-Areals in der Kreisstadt Gelnhausen voranbringen. Umgesetzt werden soll eine gemischte Nutzung aus der Zusammenführung von verschiedenen Verwaltungsbereichen der Kreisverwaltung, die Sicherung von Entwicklungsflächen für die Beruflichen Schulen sowie die Schaffung von Flächen für Handel, Gewerbe und Gastronomie.

Die Federführung in dem gemeinsamen Projekt soll eine erfahrene Projektentwicklungsgesellschaft aus der Sparkassenorganisation übernehmen. Wie Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann berichten, hat der Kreisausschuss am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. „Damit wurde das gemeinsame Projekt auf den Weg gebracht. Kreissparkasse und Kreis stehen als verlässliche Partner für vertiefende Gespräche und Verhandlungen zur Verfügung“, führt die Kreisspitze aus. 

Nach den Plänen der Sparkasse soll das ehemalige Kaufhaus komplett abgebrochen und das gesamte Areal von Grund auf neu beplant und bebaut werden. Dazu wird die Sparkasse das Areal von der Stadt Gelnhausen beziehungsweise der Stadtentwicklungsgesellschaft erwerben und auch die Investitionen tätigen und als langfristig orientierter Eigentümer auftreten . Der Main-Kinzig-Kreis, der mit Teilen seiner Verwaltung im Stadtgebiet von Gelnhausen auf mehreren Liegenschaften verteilt ist, wird Ankermieter. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Gelnhausen Horst Wanik: „Das Projekt passt hervorragend in die Neuausrichtung unserer Geschäftsstrategie, selbst in Immobilien zu investieren. Zudem werden wir auch unserem strukturpolitischen Auftrag gerecht, den wir als Sparkassen haben und übernehmen hier in einer wichtigen Frage der Stadtentwicklung Verantwortung.“

Die Federführung bei der Umsetzung des Projektes wird eine erfahrene Projektentwicklungsgesellschaft aus der Sparkassenorganisation übernehmen, die deutschlandweit aktiv ist. „Insbesondere für die Realisierung von Einzelhandelsflächen brauchen wir erfahrene Projektpartner. Hierzu führen wir bereits erste Gespräche“, so Horst Wanik weiter. Dreh- und Angelpunkt für das grundsätzliche Interesse der Sparkasse sei aber der Bedarf des Kreises nach Büroflächen an einem zentralen Ort gewesen. Ende Mai wird sich nun der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Gelnhausen mit dem Thema befassen.

Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann erläutert die Beweggründe des Main-Kinzig-Kreises, in das Projekt einzusteigen: „Wir haben im Stadtgebiet von Gelnhausen mittlerweile elf Liegenschaften angemietet – Tendenz weiter steigend. Hier macht es Sinn, diese oder zumindest große Teile davon an einem zentralen Standort zusammenzuführen.“ Ebenso will sich der Main-Kinzig-Kreis Entwicklungsflächen für die Beruflichen Schulen sichern. „Jetzt, wo das frühere JOH-Gebäude wieder auf dem Markt ist, wäre es sträflich, sich hier als Schulträger nicht entsprechende Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zu sichern. Hier haben wir die mittel- und langfristige Entwicklung unserer größten Schule im Main-Kinzig-Kreis im Blick“, so Winfried Ottmann weiter.  

Bereits in der zurückliegenden Woche haben die Kreisspitze und der Vorstand der Sparkasse mit Bürgermeister Daniel Glöckner und der Geschäftsführung der Stadtentwicklungsgesellschaft die Pläne besprochen. Dabei haben Kreis und Sparkasse gegenüber der Stadt Gelnhausen deutlich gemacht, dass sich die Sparkasse nicht an einer europaweiten Ausschreibung beteiligen werde. „Sowohl die Sparkasse als auch der Main-Kinzig-Kreis sind verlässliche Partner und die Stadt kann davon ausgehen, dass wir nichts gegen den Willen der Kreis- und Barbarossastadt umsetzen werden“, machten Landrat Thorsten Stolz als Verwaltungsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender Horst Wanik deutlich. Bürgermeister Daniel Glöckner hat vor diesem Hintergrund bereits zugesagt, über die städtischen Gremien eine Aussetzung der europaweiten Ausschreibung auf den Weg zu bringen.

Mix aus Dienstleistung, Verwaltung, Handel, Gewerbe und Gastronomie

Neben der gemischten Nutzung aus Verwaltung und Dienstleistung, Entwicklungsflächen für die Beruflichen Schulen sowie Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie soll im Zuge der Projektentwicklung auch die Umsetzung der geplanten Akademie für Gesundheit und Pflege geprüft werden. „Wir suchen nach einem starken Standort für die Zukunftsaufgabe der Pflegeausbildung. Das kann Gelnhausen sein, genauso wie einer der anderen Standorte im Rennen. Wir haben den Auftrag des Kreistages, auch das JOH-Areal zu prüfen. Diese Prüfung werden wir im Zuge der Projektentwicklung nun umsetzen und dem Haupt- und Finanzausschuss für dessen Standortauswahl zur Verfügung stellen“, erläutert Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Der große Vorteil in der Entwicklung des Gesamtprojektes liege aus Sicht der Verantwortlichen von Sparkasse und Kreis in der beabsichtigen Mischnutzung: „Gerade in einem Mix aus Dienstleistung, Verwaltung, schulischer Nutzung und einem zusätzlichen Angebot an Handel, Gewerbe und Gastronomie liegt der Charme. Alleine durch eine Zusammenführung von verschiedenen Verwaltungseinheiten des Kreises und künftige Mieter im Bereich Handel und Gastronomie werden hier Hunderte von Arbeitsplätze entstehen, was zusätzlich in der Innenstadt die Frequenz erhöht und die Attraktivität steigert.“

Der Kreisausschuss wartet nun auf ein Signal aus den politischen Gremien der Stadt Gelnhausen. Sollten sich diese per Beschluss für den Vorschlag der Sparkasse und des Main-Kinzig-Kreises aussprechen, können in den nächsten Wochen die Gespräche vertieft und die weiteren Schritte gemeinsam verbindlich festgelegt werden. (pm) +++


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