Es ist bestätigt: ein Wolf wurde am vergangenen Samstag in Dirlammen gesichtet. - Fotos: Hendrik Riemann

LAUTERTAL "Es war undramatisch"

Offiziell bestätigt: Vogelsberger sichtet Wolf direkt vor seinem Traktor

07.06.19 - Seit ein paar Tagen sorgt ein ganz besonderes Tier im Vogelsbergkreis für Aufregung: der Wolf. Nachdem er in Ulrichstein ein Kalb gerissen haben und danach in Stumpertenrod gesichtet worden sein soll, wurde das Tier am vergangenen Samstag in Dirlammen in der Gemeinde Lautertal entdeckt. Hendrik Riemann, der gerade auf dem heimischen Feld arbeitete, lief das Tier direkt in die Kamera.

"Die Begegnung mit dem Wolf war relativ undramatisch", erzählt er im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Der Wolf sei vor dem Traktor hin und her gelaufen und habe sich das Fahrzeug genauer angesehen. "Er hat mich aber in keinster Weise als Beuteobjekt gesehen." Als Riemann die Tür aufgemacht hat, sei der Wolf wieder auf Abstand gegangen, "er hat mich also nicht angefallen, so wie man es sich von Märchen vorstellt." Hendrik war sich gleich sicher, dass es sich um einen Wolf handeln muss, da ein Tier bereits in den Nachbargemeinden gesichtete wurde - "auch von Amtswegen wurde die Aussage dann ja auch bestätigt". Panik machen möchte er mit den Bildern auf keinen Fall, als Weidetierhalter beurteilt er die derzeitige Wolfsdiskussion sachlich: "Wir müssen gucken, ob sich der Wolf überhaupt hier ansiedelt." Erst dann müsse man sehen, wie sich das Problem regelt.

Riemann sichtete das Tier zuletzt am vergangenen Samstag zwischen Dirlammen und Meiches im Vogelsberg. Ein paar Tage zuvor kursierten auch Handyvideos von einem Wolf in Stumpertenrod im Netz. Bereits Mitte Mai wurde das scheue Tier in Ulrichstein und Bobenhausen gesichtet. Der Wolfsbeauftragten des Vogelsbergkreises, Michael Jüngling, kann nicht sicher sagen, ob es sich um das gleiche Tier handelt. Fest steht aber, dass es in allen Fällen ein Wolf war. "Es gibt eine Bewertungsstelle für den Wolf für ganz Deutschland, dort gehen die Bilder hin und diese wurden alle eindeutig als Wolf identifiziert", erklärt er im Gespräch mit O|N.

Seit März dieses Jahres wurden bereits ...Screenshot: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Für Spaziergänger soll erst einmal keine Gefahr bestehen: "Der Wolf hat sich am vergangenen Samstag auf einem Feld aufgehalten. Die Tiere haben natürlich die Verknüpfung mit frischen Mäharbeiten, weil darunter tote Kleintiere, wie beispielsweise Mäuse, liegen könnten, um diese Tiere dann frisch aufzulesen. Ein normaler Spaziergänger wird womöglich damit nicht in Berührung kommen." (Luisa Diegel) +++


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