Von links: Dr. Yvonne Petrina, Peter Fleischmann, Carline Seiser, Günter Zint und Helen Bonzel - Foto: Tassilo Bonzel

FULDA Auf Initiative der Kinder-Akademie Fulda

Deutschlandpremiere der restaurierten Fassung „Die Hamburger Krankheit“

18.06.19 - Ein tagelanges Bangen: Wird der Film rechtzeitig fertig und pünktlich geliefert? Werden genügend Zuschauer zur Premiere kommen? Am Ende klappte alles wie am Schnürchen. Am Samstag, Punkt 20 Uhr, startete der Film „Die Hamburger Krankheit“ vor knapp 100 Zuschauern. 1979 gedreht und 2019 restauriert hat der Film heute Blockbuster-Qualität. Anwesend waren der Regisseur Peter Fleischmann, die Hauptdarstellerin Carline Seiser, der Standfotograf Günter Zint und zahlreiche Statisten von damals; denn der Film wurde zum Teil mit Laienschauspielern und Statisten in Fulda und der Rhön gedreht. Alle Filmbeteiligten stellten sich am Ende den zahlreichen Fragen und plauderten über damals. So ist zum Beispiel die kostenlose Erbsensuppe in Erinnerung geblieben, die es für die Statisten gab – und für einige, etwa den im Film gezeigten Metzgermeister, hätte der Film fast das Leben verändert; aber letzten Endes blieb er doch im beschaulichen Fulda.

Der Film behandelt ein Thema, das so aktuell ist wie damals, als er gedreht wurde und in vielen Zuschauern noch nachwirken wird: In Hamburg bricht ein unbekannter Virus aus. Menschen, die infiziert sind, verfallen plötzlich in Embryonalhaltung und sterben. Der Virus, der durch die bloße Berührung eines Toten übertragen wird, breitet sich landesweit aus. Politik und Militär greifen ein, errichten Quarantänestationen und entwickeln einen Impfstoff, der allerdings hohe Risiken birgt. Wer mit den Toten in Kontakt kommt, wird zum Teil unter heftigstem Widerstand in die Quarantänestationen eingeliefert und muss mit einer Vielzahl anderer Mitmenschen und strengstens bewacht sein Dasein fristen. Aus dieser Situation heraus fliehen der Arzt Sebastian, der Würstchenverkäufer Heribert, der Rollstuhlfahrer Ottokar und Ulrike. Ihre Flucht ähnelt einer chaotischen Odyssee durch das von Endzeitstimmung geprägte Land. Während die meisten Charaktere kommen und gehen bzw. sterben hält Ulrike, gespielt von Carline Seiser, den Film zusammen. Mit ihrer feenhaft-kindlichen und zum Teil unberührt-kühlen Art ist sie der Ruhepol des Films und begleitet wie eine unnahbare Göttin das Schicksal der anderen.

Den Film nach Fulda zu bringen, geht auf eine Initiative der Kinder-Akademie zurück, die anlässlich des 1275-jährigen Stadtjubiläums zwei Ausstellungen Fuldaer Fotografen zeigt, darunter Günter Zint. Günter Zints „Wilde Zeiten“, eine Leihausstellung der Stiftung Haus der Geschichte Bonn, läuft noch bis zum 27.06., „¡Zoom! Fotografie und Journalismus in Fulda“, auch unter Beteiligung von Günter Zint, läuft noch bis zum 18.08. (pm)+++

 

 

 

 


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