Dr. Herbert Büttner (62), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda, war fristlos entlassen worden - Archivfoto: O|N

FULDA Jetzt ist es amtlich

Verfahren eröffnet: Perspektive Pro Handwerk meldet Insolvenz an

09.08.19 - „Zur Sicherung der Masse und zum Schutz der Gläubiger gegen die Antragstellerin“, heißt es im Amtsgerichtsbeschluss vom 08.08.2019, „wird die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet.“ Von der drohenden Insolvenz der Perspektive Pro Handwerk GmbH hatte OSTHESSEN|NEWS bereits vor rund zwei Wochen berichtet, am Donnerstagvormittag wurde das Verfahren nun tatsächlich eingeleitet, nachdem Perspektive Pro Handwerk-Geschäftsführerin Birgit Wiegel einen entsprechenden Antrag gestellt hatte.

Der Insolvenz vorausgegangen war ein heftiger Streit zwischen der Kreishandwerkerschaft Fulda (Trägerin der PPH) und dem ehemaligen Geschäftsführer Dr. Herbert Büttner. Büttner gab an, während seines Sommerurlaubs über die Medien von seiner fristlosen Kündigung erfahren zu haben. Er sei das Bauernopfer der Kreishandwerkerschaft, monierte er. In der Vergangenheit seien innerhalb der Kreishandwerkerschaft Fehler gemacht wurden, aber nicht alleine von ihm als Geschäftsführer. „Ich bin der Sündenbock, damit andere fein aus der Sache raus sind und nicht ihr Gesicht verlieren.“

Die Kreishandwerkerschaft wehrte sich gegen diese Vorwürfe: „Die Kündigung ist begründet durch das zerstörte Vertrauensverhältnis zwischen dem Geschäftsführer einerseits und dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft andererseits. Hintergrund sind die durch Dr. Büttner vorgelegten Zahlen der PPH, die einer Prüfung des hinzugezogenen Steuerberaters nicht Stand gehalten haben, ganz im Gegenteil, sogar eine umgehende Insolvenz nahe legten.“ Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft, der im Übrigen - ähnlich wie ein Aufsichtsrat - als Kontrollgremium über dem Geschäftsführer steht, wirft Büttner Lügen in Sachen Arbeitsvertrag und Vergütung ebenso wie fehlende Transparenz und "gravierende Desinformation" vor. 

Um die Insolvenzabwicklung wird sich nun Kasseler Rechtsanwältin Sandra Mitter kümmern. (mr) +++


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