- Fotos: Kreisverkehrswacht

BAD HERSFELD Tipps der Verkehrswacht

Achtung, Schulanfang! „Tempo runter, Rücksicht bitte

09.08.19 - Am Montag, den 12. August 2019 beginnt ein neues Schuljahr. Voraussichtlich über 1000 Schulanfänger werden am Dienstag, den 13. August 2019 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf ihrem ersten Schulweg unterwegs sein. Dieser neue Lebensabschnitt birgt für die Kinder Gefahren und Risiken, wie uns einige Unfälle in der Vergangenheit gezeigt haben.

Deshalb fordert die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg alle Kraftfahrer auf Rücksicht gegenüber den Schülern und hier besonders den Schulanfängern zu üben, denn „Ein Toter oder Verletzter im Straßenverkehr, ist einer zu viel“. Durch gezielte Aktionen, wie Spannbänder, Plakate, Pressebericht und Aktionen der Polizei soll die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer und der Eltern auf diesen Schulanfang gelenkt werden. Hilfreich zur Seite steht der Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg bei diesen Aktionen die Straßenmeistereien in Rotenburg und Bad Hersfeld, die Busunternehmen, die Schüler fahren, die Polizei mit ihren Aktionen und die regionale Presse mit ihren Berichten zum Schulanfang

 Zusätzlich gibt die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg noch wichtige Tipps zum Schulweg:

Schulwegtraining:

Damit die kleinen Schulanfänger gegen solche Gefahren besser gewappnet sind, empfiehlt die Verkehrswacht: Eltern sollen die gefährlichsten Stellen des neuen Schulweges – wie Ampeln, Zebrastreifen, Kreuzungen oder Schulbushaltestellen, gemeinsam mit den Erstklässlern Schritt für Schritt abgehen. Die Eltern sollten sich auch vergewissern, ob ihr Kind den Schulweg meistert, denn nicht der kürzeste Schulweg, sondern der sicherste Schulweg ist der beste.

Überqueren der Straße:

An der Bordsteinkante halten, nach allen Seiten schauen und Geschwindigkeit und Entfernung der Autos richtig einschätzen und wenn möglich Blickkontakt zu den Autofahrern herstellen. Kinder können Geschwindigkeit und Entfernung herankommender Fahrzeuge nicht genau einschätzen. Ihr Gefahrenbewußtsein ist noch nicht ausgeprägt – auch ist das Blickfeld eines Grundschülers sehr viel enger als das der Erwachsenen und schließlich können Kinder kaum über parkende Autos hinwegsehen, sind daher auch für die Fahrer schlecht zu sehen. Deshalb die Fahrbahn nicht zwischen parkenden Autos überqueren – auf stark befahrenen Straßen stets gesicherte Überwege benutzen (Fußgängerampeln, Zebrastreifen).

An Bushaltestellen:

Drängelei der Kinder an Bushaltestellen bedeutet Gefahr. Niemals unvorsichtig zu einem abfahrbereiten Bus über die Straße laufen. Beim Aussteigen aus dem Bus mit dem Überqueren der Straße so lange warten, bis der Bus abgefahren und das Blickfeld wieder frei ist. Kinder sollten an Bushaltestellen auch ganz klar wissen, dass die Bushaltestelle kein Spielplatz ist. Spielen an Bushaltestellen kann tödlich sein, denn durch das Spielen werden Kinder abgelenkt und achten nicht mehr auf den Straßenverkehr. Auch Busfahrer könnten die Bushaltestellen noch sicherer gestalten, wenn sie sich an die Anordnung des Landkreises Rotenburg vom 15.03.2006 halten würden. „Warnblinklicht ist außerorts ca. 150 m bzw. innerorts ca. 50 m vor der Haltestelle einzuschalten“. Nachzulesen im Schreiben des Landrates des Kreises Hersfeld-Rotenburg vom 15.03.2006 zum Thema: „Verbesserung der Sicherheit an Bushaltestellen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg“

Auf dem Schulweg:

Kinder sollten im Straßenverkehr stets helle Kleidung tragen. Ein Schulranzen aus reflektierendem Material bringt zusätzlich Sicherheit. Wenn Eltern ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen, müssen die Eltern immer an der Straßenseite gehen, um unvorhergesehene Reaktionen der Kinder zum Straßenverkehr absichern zu können. Auf Landstraßen und bei einem fehlenden Bürgersteig sollten die Kinder links gehen, mit direktem Blickkontakt zu entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer. Schulanfänger sollten unter keinen Umständen mit dem Fahrrad zur Schule fahren, da sie in ihrem Alter im Straßenverkehr überfordert sind. Hier ist die Radfahrausbildung abzuwarten, die Polizei und Verkehrswacht in der 4. Grundschulklasse in den Jugendverkehrsschulen anbieten.

Im Auto:

Kinder nur im zugelassenen, altersgerechten Kindersitz zur Schule fahren und an der Schule nur an ungefährlichen Stellen aussteigen lassen und auch nur dort, wo es erlaubt ist. Oberster Grundsatz dabei ist: Kinder immer nur zur sicheren Gehwegseite aussteigen lassen. Niemals den Schulbusfahrern die Sicht nehmen, oder sie beim Anfahren oder Verlassen der Haltestellen behindern. Niemals auf Bushaltestellen anhalten oder parken.

Als Erwachsener stets Vorbild sein:

Vorbild macht Schule – im Guten wie im schlechten. Als Fußgänger bei „rot“ über die Ampel zu gehen, macht mühevolle Arbeit der Eltern und Verkehrserzieher zunichte. Unsere Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Das Vorbild der Erwachsenen heute wird das Verhalten der Kinder später prägen. Also hängt es von den Erwachsenen ab, ob Kinder den Gefahrenbereich Straßenverkehr sicher bewältigen können und lernen, dass Rücksicht, Vorsicht und Partnerschaft tagtäglich gelebt werden muss. (pm/gm) +++


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