Die Geschichte der Osterburg und Fundstücke, die während der Freilegung zu Tage kamen, sollen in einer Dauerausstellung im Rentamt der Öffentlichkeit präsentiert werden. - Foto: Marion Eckert

BISCHOFSHEIM Aushängeschild der Stadt

Freunde der Osterburg planen Dauerausstellung im Rentamt

10.08.19 - Durch die Freilegung und Sicherung wurde die Burgruine Osterburg zu einem beliebten Ausflugsziel und touristischen Aushängeschild für die Stadt Bischofsheim und die ganze Region. Dank dem Engagement der Freude der Osterburg, die seit 2006 das Projekt maßgeblich ehrenamtlich vorantrieben, und durch umfangreiche öffentliche Unterstützung konnte die Anlage der Nachwelt erhalten bleiben. Derzeit befassen sich die Freunde der Osterburg und die Stadt Bischofsheim mit der Erstellung einer Dauerausstellung der Funde der Osterburg im Rentamt. Vorsitzender Bruno Werner gab in der Jahreshauptversammlung einen Einblick in den Planungsstand.

Die bei der Ausgrabung beziehungsweise Freilegung der Burg gefundenen Stücke sowie Informationen zur Geschichte der Burg sollen - quasi als Abrundung des Projektes - öffentlich präsentiert werden. Daher sei bereits im November 2018 Dr. Joachim Zeune, der die Arbeiten vor Ort leitete, vom Vorstand beauftragt worden, ein Konzept für eine Dauerausstellung zu erstellen. Zwischenzeitlich sei dieses von Dr. Zeune um Bildschirmpräsentationen, Videos, Flyer und Internetwerbung erweitert worden. Im früheren Lesesaal des Rentamtes sollen nicht nur die Fundstücke ausgestellt, sondern auch umfangreich über die Geschichte der Burg und die Arbeiten dort informiert werden. Dazu sollen unter anderem Bildmaterial, Karten und Pläne oder auch Videofilme präsentiert werden. Durch entsprechende Hinweistafeln soll an der Burg auf die Ausstellung hingewiesen werden, während diese andererseits für einen Besuch der Burg wirbt.

Das Konzept kostet circa 32.000 Euro. Gefördert werde es mit cirka 13.000 Euro aus Leadermitteln, 9.000 Euro von der unterfränkischen Kulturstiftung und 1.000 Euro vom Landkreis Rhön-Grabfeld. Somit seien noch etwa 9.000 Euro durch den Verein und die Stadt zu finanzieren. Der Stadtrat habe der Maßnahme bereits zugestimmt. „Wir hoffen nun auf eine zügige Umsetzung der Dauerausstellung bis zum Adventsmarkt 2019“, so Werner. Ein Dank ging an die Helfer des Adventsmarktes, der immerhin einen Erlös von 1.800 Euro in die Vereinskasse brachte. Auch in diesem Jahr soll wieder ein Adventsmarkt stattfinden, um die Aufgaben des Verein für die Osterburgruine finanzieren zu können.

Laut Bericht des  Schriftführers Paul Dinkel gehören derzeit 310 Mitglieder zu den Freunden der Osterburg. Der stellvertretende Bürgermeister Egon Sturm bedankte sich für die Aktivitäten des Vereins - besonders der Arbeit der Vorstandschaft. Durch den Verein komme die Vergangenheit herüber in die Gegenwart. Er fände es bedauerlich, wenn sich der Verein kommendes Jahr auflösen würde, und wünschte, dass sich der Verein ein neues Vereinsziel setzen möge. (me) +++


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