Das ALFA-Mobil soll Analphabeten eine Hilfestellung geben. - Foto: privat

FULDA Hilfe für Analphabeten

Das ALFA-Mobil zu Besuch auf dem Fuldaer Universitätsplatz

16.08.19 - Zeitung lesen, Notizen für die Kinder schreiben, im Büro E-Mails verschicken – für viele Erwachsene in Fulda sind diese Alltagshandlungen kaum zu überwindende Hürden. Um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, war das ALFA-Mobil des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG) am Dienstag, den 13.08.2019, erneut zu Gast in Fulda.

„Viele Menschen sprechen uns spontan an und informieren sich über Kursangebote vor Ort“, sagt Projektleiter Tim Henning. Deshalb arbeitet das bundesweit tätige Projekt mit lokalen Ansprechpartnern zusammen. In Fulda unterstützt das ALFA-Mobil das Mehrgenerationenhaus Bürgerzentrum (MGH) Aschenberg (AWO). Dort finden diverse Angebote zum Aufbau von Sprachkompetenzen für Kinder und Erwachsene statt. Die Eltern-Kind-Spielkreise und die Sprachkurse für Frauen werden, neben vielen anderen Angeboten des Hauses, zukünftig durch ein „Sprachcafé“ ergänzt. Hier wird in einem angenehmen Lernklima das Sprechen und Schreiben der deutschen Sprache geübt, ganz ohne das klassische Pauken anhand von Kursbüchern. Um die Lernenden professionell zu unterstützen, sucht das MGH Bürgerzentrum Aschenberg auch Lehrkräfte. Wenn Sie sich vorstellen können, im Sprachcafé mitzuwirken freut sich das Team vom MGH über einen Anruf unter der Telefonnummer 0661-24 28 70 59.

Auch für eine niedrigschwellige Unterstützung im Sprachverkehr mit Behörden ist durch das Angebot der „Formularhilfe“ im MGH bereits gesorgt. Menschen erhalten so kostenfrei Hilfe beim Lesen, Verstehen und Ausfüllen von Formularen, Dokumenten und Briefen jeglicher Art. Ziel ist es, die bundesweit hohe Anzahl von über sechs Millionen Betroffenen weiter zu reduzieren.

"Die besten Botschafter für Lernangebote sind natürlich die Teilnehmer selbst", sagt Projektmitarbeiter Stefan Wälte. Deshalb werden viele der Aktionen von ehemaligen Betroffenen begleitet. Viele erzählen, dass sie lange gebraucht haben, bis sie sich zum Lernen in einem Kurs entschlossen haben. In den Angeboten werden sie nicht nur sicherer im Lesen und Schreiben, sondern steigern auch ihr Selbstvertrauen. Auch die Aktion in Fulda wird von einer Lernerin bzw. Lerner begleitet.

Am ALFA-Mobil informieren die Mitarbeiter des BVAG im Rahmen der Kampagne "Nur Mut. Der nächste Schritt lohnt sich.", bundesweit zum Thema Analphabetismus in Deutschland. Mit den ALFA-Mobil-Aktionen sollen Betroffene sowohl direkt als auch indirekt über eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. (pm)+++


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