Blick in Richtung des US-Camps und zu dem Turm, der zur Beobachtung der DDR-Grenzanlagen diente - Fotos: Sebastian Mannert

RASDORF (RHÖN) Festwochenende „Grenzenlos feiern!“ kommt

Der Baum steht: Gemeinsame Kirmes auf Point Alpha

19.08.19 - Die Vorbereitungen für das Festwochenende „Grenzenlos feiern!“ zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung sind in vollem Gang: Kirmesgesellschaften aus dem Landkreis Fulda und dem Wartburgkreis haben am gestrigen Samstag bereits bewiesen, wie gut sie gemeinsam anpacken können: Seit dem frühen Abend steht ein schwarz-rot-gold-geschmückter, sehr hoher und eindrucksvoller Kirmesbaum auf Point Alpha. Gefeiert wird von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. August.

Dass die jungen Frauen und Männer Lust auf diese große gemeinsame Kirmes haben, das war allen anzumerken, die sich gegen Mittag im US-Camp der Gedenkstätte eingefunden hatten. Knapp 50 Helferinnen und Helfer aus Borsch, Buttlar, Bremen, Setzelbach, Rasdorf und Eiterfeld waren voll motiviert am Werk und packten beim Zeltaufbau mit an.

Der Kirmesbaum auf Point Alpha steht: ...

Bereits am frühen Morgen hatten Setzelbacher und Rasdorfer den Baum in Setzelbach gefällt, der dort zu Kirmes Anfang August aufgestellt worden war. „Der Transport nach Point Alpha war eine echte Herausforderung“, sagt Moritz Flügel und ergänzt: „Zwei Stunden hat es gedauert, bis wir hier waren. Letztlich war das ganz schön flott.“ Der Setzelbacher Ploatzknecht freut sich sehr auf das gemeinsame Fest: „Das ist wirklich etwas Besonderes und super gemanagt vom Landkreis.“

So sehen das auch Moritz Stark, Rasdorfer Ploatzknecht, und Manuel Seng aus Lützenbachshof. Für den Thüringer hat sich bereits die Vorbereitung gelohnt: „Allein dieser Samstag, an dem wir hier alles gemeinsam gestemmt haben, war toll. Die Zusammenarbeit hat super geklappt, das war wirklich cool und wird uns bestimmt noch enger zusammenbringen“, sagt Manuel Seng. Sein Rasdorfer Kirmeskollege hält die Premiere dieser Veranstaltung für eine wichtige und angemessene Sache: „30 Jahre Grenzöffnung, das ist ja kein kleines Event. Das muss auch ordentlich gefeiert werden – gerade von uns, die wir so nah an der ehemaligen Grenze leben und auch als junge Menschen mit diesem Thema noch sehr verbunden sind“, sagt der 20-Jährige.

Bevor der Baum aufgestellt wurde, erhielt er sozusagen noch ein dekoratives Update: Die Girlande wurde ausgebessert und neu gewickelt, und die Ringe wurden schwarz-rot-gold eingefärbt. Und dann ging es an die Arbeit, den mächtigen Baum aufzustellen, was gegen 18 Uhr gelungen war. Mit dem Applaus der Kirmesgesellschaften und einiger Besucher wurde dieser Kraftakt gefeiert.

Ihre gelungene Zusammenarbeit feierten dann die Helferinnen und Helfer beim Baumfest, zu dem sich auch die Großentafter gesellten, die beim Festwochenende mitanpacken werden. Die Höhe des Baumes ist übrigens nicht verraten worden, sie soll von den Gästen geschätzt werden. (pm) +++


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