Edgar Steube ist stolz auf die Nachwuchstalente Leticia, Anna März, Tabea, Joshua, Maria, Aiden, Katharina, Luca, Anna Becker und Kimberly - Fotos: Gudrun Schmidl

BAD HERSFELD Spieglein, Spieglein an der Wand...

Kolibri-Bande aus Asbach rettet Schneewittchen - Kleine Festspiele enden heute

05.09.19 - Mit der zehnköpfigen Kolibri-Bande gingen am Mittwoch die 17. Kleinen Festspiele im Buchcafé weiter. Zehn spielfreudige Mädchen und Jungen aus der Kolibri-Schule im Bad Hersfelder Stadtteil Asbach haben mit den Spielleitern Edgar Steube und Anne Vogelei die Geschichte von „Schneewittchen“ eingeübt, die in der Gegenwart spielt.

Jutta Hensler, Fachbereichsleiterin Generationen, begrüßt die ...

Seit 30 Jahren ist Edgar Steube als Spielleiter und Protagonist bei zahlreichen Theateraufführungen aktiv. Unvergessen die fantastischen Stücke, die er mit der Theatergruppe der Bad Hersfelder Stadtjugendpflege, den „durchgebrannten Pürierstäben“, bühnenreif erarbeitet hat. Die begeisterungsfähigen Mitspielerinnen und Mitspieler sind längst erwachsen, gehen eigene Wege.

In diesem Jahr hat Edgar Steube sein gesamtes Talent, Wissen, seine Energie und sein hervorragendes pädagogisches Geschick eingesetzt, um zum ersten Mal mit Asbacher Schülerinnen und Schülern aus der Kolibri-Schule ein Theaterstück einzustudieren. Es wurde eigens eine Theater-AG gegründet. „Es war nicht ganz einfach“, seufzt Edgar Steube vor der Aufführung. Für die Kinder war Theater spielen etwas ganz Neues. Steube musste die kleinen Persönlichkeiten erst kennenlernen und außerdem, so gibt er zu, verlangt er immer ein bisschen mehr. „Das müssen sie aushalten“.

Seine Rede hielt er kurz, denn er wusste, dass die Protagonisten „irre aufgeregt“ sind vor ihrem ersten großen Auftritt nach nur einer Durchlaufprobe vor Ort im Buchcafé. Dann geht alles ganz schnell. Schneewittchen (Leticia) mit glänzenden Haaren so schwarz wie Ebenholz betritt die Bühne. Sie hat ihre Mutter bei einem Schiffsunglück verloren. Ihr einziges greifbares Andenken ist der wertvolle Purpurring, den ihr die Mutter noch überreichen konnte. Sie lebt mit ihrem Vater (Tabea) zusammen, der aber eine neue Frau kennenlernt. Beide sind von Anfang an Gegnerinnen. Die Stiefmutter (Anna März) die sogar einen Killer engagiert, der Schneewittchen umbringen soll, wählt „Erstechen“ als Todesursache und macht dem Killer klar, dass sie den Purpurring dringend braucht. Schneewittchen muss fliehen, aber wohin? Obwohl sie sich in Sicherheit wiegt, findet der Killer sie, kann das Mädchen aber nicht umbringen, weil er kein Blut sehen kann.

Die Stiefmutter befragt immer wieder den Spiegel (Maria): „Spieglein, Spieglein an der Wand….“, der aber immer wieder betonen muss, dass Schneewittchen tausend Mal schöner ist als sie. Wutentbrannt täuscht die Stiefmutter Schneewittchen mit einer Einladung zu „Germanys Next Top-Model“ und rammt ihr eine Haarspange in den Kopf, schüttet bei einem späteren Treffen Gift in eine spendierte Cola und letztendlich kommt auch der vergiftete Apfel zum Einsatz. Schneewittchen, die bei den „Sieben Zwergen“ in einer McDonalds-Filiale Unterschlupf gefunden hat und ihren Lebensunterhalt verdient, bekam galaktische Hilfe (Luca), eine stabile Seitenlage und donnernden Applaus für ihre dramatischen Sterbeszenen.

Die spannende und witzige Version des Märchenklassikers der Gebrüder Grimm mit überraschenden Wendungen kam beim Publikum, darunter natürlich viele Eltern, Großeltern, Geschwister, einige Schulfreunde und interessierte Gäste, gut an. Es gab viel Szenenapplaus, es wurde gelacht und mit gefiebert. „Wie war´s?“ fragte Edgar Steube in die Runde. Es war super. Unglaublich, wie diese begabten Kinder ihren ersten Auftritt so souverän, textsicher, mit toller Mimik, Gestik und Bühnenpräsenz gemeistert haben.

Edgar Steube dankte allen Unterstützern, kündigte eine Aufführung des Märchenstückes: „Spieglein, Spieglein an der Wand“ in absehbarer Zeit in der Kolibri-Schule an, aber auch, dass die jungen Talente die Möglichkeit haben, sich der neuen Theatergruppe der Stadtjugendpflege, die gegründet werden soll, anzuschließen. Das sollte gelingen. An diesem Nachmittag haben tatsächlich würdige Nachfolger der „durchgebrannten Pürierstäbe“ begeistert. Heute enden die „Kleinen Festspiele“ ganz märchenhaft mit „Rotkäppchen“, urkomisch und genial gespielt von der  „Zitadelle“ aus Berlin. (Gudrun Schmidl) +++


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