FULDA "Tag der großen Freude"

Bahn weiht neues Trainingszentrum ein - viel Raum für modernes Lernen

18.09.19 - Inmitten der bundesweit hitzigen politischen Diskussionen um Gegenwart und Zukunft der Deutschen Bahn weihte das Unternehmen am Dienstag in Fulda ein neues Trainingszentrum ein. In dem geschwungenen Gebäude an der Esperantostraße/Magdeburger Straße sollen künftig bis zu 15.000 Mitarbeiter geschult werden. Die Werner Holding hat an dem Standort rund elf Millionen Euro investiert. Von der ersten Idee im Herbst 2016 bis zur offiziellen Einweihung sind gerade einmal knapp drei Jahre vergangen. Neben der Bahn haben sich unter anderem auch die Region Fulda und ein Café in dem Neubau eingemietet.

Hell und offen wirkt der neue ...Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

v.l.n.r. Lucas Werner (Werner-Gruppe), Dr. Klaus ...Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

Das neue Trainingszentrum der Deutschen Bahn ...Foto: Niklas Sven Brumund

"Es ist das derzeit modernste Trainingszentrum der Deutschen Bahn", sagte Sabine Gröben, stellvertretende Leiterin DB Training bei der kurzweiligen Einweihungsfeier. Helle und großzügige Räume bieten viel Platz für Begegnungen und Kommunikation. Neben moderner Technik wird ein Konzept fernab der klassischen "Dozenten-Vortrag"-Variante umgesetzt. Die Dozenten sehen sich als Lernbegleiter. Der intensive Austausch stehe im Mittelpunkt. Zudem hat die Bahn in Fulda 28 zusätzliche Arbeitsplätze für 40 Mitarbeiter geschaffen. Auch der Konzernbevollmächtige, unter anderem für das Land Hessen, Dr. Klaus Vornhusen, freute sich, wieder einmal in Fulda ein DB-Werk einweihen zu können. Fulda sei schon eine zweite Heimat für ihn. Und er signalisierte, dass die Bahn auch künftig weitere Projekte in Fulda plane. Die Lage in der Mitte Deutschlands biete sich dafür bestens an. Die Bahn wollen in den nächsten fünf Jahren 100.000 neue Mitarbeiter einstellen, bestätigte Vornhusen.

Mit dem technischen Bahn-Werk und dem größten Trainingszentrum für Triebfahrzeugführer - dem Simulationszentrum - und nun dem weiteren Trainingszentrum stärkt die Bahn den Standort Fulda. Das freut natürlich auch die kommunale Politik mit Landrat Bernd Woide und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld an der Spitze. "Das ist ein Tag der großen Freude und eine große Errungenschaft für die Stadt und die Region. Und vor allem ein Bekenntnis der Bahn zum Standort Fulda. Bis zu 700 Menschen werden künftigen in dem neuen Gebäude, dass 5.000 Quadratmeter Mietfläche aufweist, ein- und ausgehen. Lucas Werner, Geschäftsführer der Werner-Gruppe, ging in seiner Rede auf die Herausforderungen des Baus ein.

Einst befand sich auf dem Gelände eine Tongrube, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit teils schadstoffbelastetem Schutt aus Kriegszeiten aufgefüllt wurde. Doch im Rahmen der Baugründung ergaben sich Schwierigkeiten. Die starke Hanglage, die das Bachbett der Waides geschaffen hatte und die durch die Nutzung als Tongrube verstärkt wurde, machte die Gründung im feuchten Boden nicht einfach. Insgesamt 98 Bohrpfähle mit je 90 Zentimetern Durchmesser und bis zu 16 Metern Tiefe bilden nun den Grund für den darauf befindlichen Betonrost, auf dem das Gebäude nun steht. Der Bau wurde der dreieckigen Grundform des Grundstücks angepasst und der Entwurf des Architekturbüros Reith Wehner Storch in enger Abstimmung mit der Stadt Fulda so in die Topografie eingebunden.

Nun ist alles fertig und strahlt an der Ecke Esperantostraße/Magdeburger Straße. Das neue Trainingszentrum ist ein weiteres Mosaiksteinchen im Konzept "Starke Schiene" der Deutschen Bahn. Natürlich im Vergleich zu den Projekten "Tunnelbahnhof Frankfurt am Main, Aus- und Neubau der ICE-Strecke Hanau-Gerstungen oder dem Deutschland-Takt nur ein kleiner, aber wichtiger Schritt. (Hans-Hubertus Braune) +++


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