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Die Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Prof. Kristina Sinemus (Mitte) beim Spatenstich für den Breitbandausbau in Mücke. - Fotos: Madlin Steinbrecher

VOGELSBERGKREIS Mit Digitalstaatsministerin Prof. Dr. Sinemus

Breitbandausbau Spatenstich: Hessenförderung mit 4,25 Millionen Euro

24.09.19 - Es geht weiter mit dem Breitbandausbau im Vogelsbergkreis: Mit einem symbolischen ersten Spatenstich gaben am Montagvormittag Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, der Vogelsberger Landrat Manfred Görig sowie Frank Bothe, Leiter der Technik Niederlassung Südwest der Deutschen Telekom, im Gewerbegebiet „Gottesrain“ in Mücke den Startschuss für das 22 Millionen-Projekt. In dessen Rahmen werden die Gewerbegebiete und Schulen im Kreis mit einem direkten Glasfaseranschluss ausgestattet.

Aktuell erfolgt in vielen Orten im Vogelsbergkreis der Breitbandausbau durch die Telekom und es werden die Voraussetzungen für schnelles Internet geschaffen. Das Ziel ist in den nächsten Jahren den kompletten Vogelsbergkreis mit schnellem Internet zu versorgen. Ein Zugang dazu ist für viele Tätigkeiten des täglichen Lebens eine Grundvoraussetzung – sowohl in Privathaushalten als auch in Unternehmen. Es sind bereits in vielen Ortsteilen Bandbreiten bis zu 250MBit/s möglich. Um in allen Bereichen des Vogelsbergkreises und des Wetteraukreises schnelles Internet verfügbar zu machen, arbeitet die Breitbandinfrastrukturgesellschaft Oberhessen GmbH (bigo) bereits seit 2014 an der Realisierung dieses Mammutvorhabens. 

Großer Schritt Richtung vernetzte Zukunft

Von einem „bedeutsamen und wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit“, sprach Landrat Manfred Görig. Vor zahlreichen geladenen Gästen wies er auf die Bedeutung des Breitbandausbaus für den gesamten Raum hin. Mit diesem Mammutprojekt sichern wir die wirtschaftliche Entwicklung unseres Vogelsbergkreises“, betonte der Landrat. „Wir investieren 22 Millionen Euro in die Zukunft unseres ländlichen Raums“, sagte er weiterhin und wies in diesem Zusammenhang auf die Förderung durch die EU, den Bund und das Land Hessen hin. Das Land fördert den Breitbandausbau im Vogelsbergkreis mit 4,25 Millionen Euro. 

Breitbandnetze als entscheidende Standortfaktoren

Der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur, vor allem im ländlichen Raum, ist einer der fünf Punkte, welche die Ministerin Sinemus als ihre Arbeitsschwerpunkte definiert. „Die Digitalisierung der ländlichen Regionen ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Diese dort und in den Städten voranzutreiben, ist mein Ziel. Für und mit den Menschen“, betonte Sinemus.  Ganz besonders unterstrich sie die besondere Bedeutung des Projekts für die Zukunftsfähigkeit des Vogelsbergkreises als Lebens- und Wirtschaftsstandort: „Mit dem Breitbandausbau legen wir den Grundstein dafür, dass Stadt und Land Grenzen digital überwinden können.“ Ohne die Bereitstellung öffentlicher Mittel sei die Großaufgabe besonders im ländlichen Raum nicht zu leisten. „Infrastruktur first – dann Wirtschaft, Innovation und Bildung, das sind die wichtigen Themen“, so Sinemus bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Zahlen, Daten und Fakten zum Breitbandausbau im Vogelsbergkreis

 „Auch für die Telekom ist der heutige Spatenstich ein schönes Ereignis und der erste wichtige Schritt hin zu einer flächendeckenden Breitbandversorgung. Über 230 Kilometer Tiefbau und 370 Kilometer Glasfaserkabel sind geplant – das ist die Strecke von Mücke bis nach Zürich“, so Frank Bothe, Leiter der Technik Niederlassung Südwest.

Im Vogelsbergkreis gibt es insgesamt rund 500 Kabelverzweiger (KVZ) zur Telefonie- und Internetversorgung. Davon sind rund 320 KVZ durch die Telekom ausgebaut. Das bedeutet, von 45.000 Haushalten sind 29.000 Haushalte und Unternehmen bereits „am Netz“. Etwa 175 KVZ sind bislang noch unversorgt. Der Breitbandausbau im Vogelsbergkreis soll bis Ende 2021 fertiggestellt und freigeschaltet sein. Es könnte sein, dass einige wenige KVZ noch in den ersten Monaten 2022 aufgerüstet werden. 

Ausbauplan: Clusterung in fünf Teilabschnitte

Der Ausbau startet im Gewerbegebiet Mücke. Die Cluster eins und zwei sollen parallel gebaut werden im Zeitraum von September 2019 bis August 2020. Zum Cluster eins gehören die Gemeinde Schwalmtal mit allen bislang unversorgten Ortsteilen, die Stadt Alsfeld mit den Gewerbestandorten sowie allen bislang unversorgten Stadtteilen, die Stadt Kirtorf mit der Kernstadt und dem Stadtteil Ober-Gleen, sowie mit den zum Ortsnetz 06635 gehörenden Ortschaften Ohmes und Erbenhausen.

Zum Cluster zwei gehört die Gemeinde Mücke mit ihren Gewerbestandorten außer Bernsfeld, das im Zuge des Ortsnetzausbaues Gemünden (06634) versorgt wird. Ferner gehört dazu die Stadt Ulrichstein mit allen Stadtteilen und Gewerbestandorten und aus der Gemeinde Lautertal der Ortsteil Engelrod. Als dritte Gemeinde gehört dazu die Stadt Homberg/Ohm mit allen Stadtteilen und den Gewerbestandorten und Schulen. Der Stadtteil Erbenhausen wird über das Ortsnetz Kirtorf ausgebaut.

Die Cluster drei und vier werden im zweiten Abschnitt ausgebaut, der für den Zeitraum von August 2020 bis Juli 2021 geplant ist. Zum Cluster drei gehören die Städte Schlitz, Herbstein mit dem Ortsnetz „Stockhausen“ (06647) und Grebenau sowie das Kreisjugendheim Landenhausen in Wartenberg. Das Cluster vier setzt sich zusammen aus der Stadt Herbstein ohne die beiden Ortsteile Stockhausen und Schlechtenwegen, die ein eigenes Ortsnetz bilden und aus den Ortsteilen der Gemeinde Lautertal, soweit sie zum Ortsnetz 06643 gehören. Weiter gehören dazu die Gemeinden Gemünden, Feldatal und Romrod mit allen bisher unversorgten Bereichen.

Im dritten Abschnitt soll das fünfte Cluster ausgebaut werden mit der Gemeinde Freiensteinau und allen ihren Ortsteilen sowie mit der Gemeinde Grebenhain und der Stadt Schotten mit allen unversorgten Stadtteilen.

„Der Ausbau sei ein wichtiger Schub für die Region“, so Sinemus abschließend. Aus diesem Grund sei der symbolische Spatenstich in Mücke der nächste Schritt bei der kreisweiten Verbesserung des Breitbandausbaus, denn eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur sei die Grundvoraussetzung, um Land und Leute zu vernetzen. (ms/pm) +++


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