Das „Biosphärenzentrum Rhön – Haus der Schwarzen Berge“ wird derzeit aufgestockt, um für die Rhön GmbH genügend Büroräume zur Verfügung zu stellen. - Fotos: Marion Eckert

OBERBACH "Tor zur Rhön"

Überfälliger Umbau und Erweiterung im Haus der Schwarzen Berge

06.10.19 - Der Standort Oberbach als Ort der Umweltbildung und Touristinformation des Landkreises Bad Kissingen im „Biosphärenzentrum Rhön – Haus der Schwarzen Berge“ stand für den Kreistag und Landrat Thomas Bold nie in Frage. „Es ist das Tor zur Rhön“.  So war es schon vor zwei Jahren klar, als der Landkreis das Gebäude in Oberbach vom Markt Wildflecken übernahm, dass größere Investitionen anstehen. Zum einen um das Gebäude zu modernisieren, vor allem die sanitären Anlagen stammen zum Teil noch der Zeit als in dem Gebäude die Schule untergebracht war. Aber vor allem gilt es das Gebäude zu erweitern, um neue Büroräume zu schaffen,die der Rhön GmbH ein adäquate Unterkunft ermöglichen. In Zuge der Umgestaltung des Hauses stand auch von Anfang an die Optimierung für den Besucher der Touristinformation und Umweltbildungseinrichtung im Vordergrund.

Zunächst wurde überlegt das Gebäude in der Fläche zu vergrößern, doch schnell war klar, dass ein weiterer Flächenverbrauch wenig sinnvoll sein würde. So beschloss der Kreistag eine Aufstockung vorzunehmen. „Altes Dach weg, aufstocken, neues Dach drauf – so in etwa fiel im Sommer 2018 die Entscheidung des Kreistags für das Haus der Schwarzen Berge aus“, fasste Bold das Vorhaben zusammen, das den offiziellen Titel „Backoffice Basiseinrichtung der Touristinformation“ trägt.  Das Haus der Schwarzen Berge gehört dem Landkreis Bad Kissingen; Mieter sind der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön und die Rhön GmbH, die im Haus der Schwarzen Berge ihren Hauptsitz hat. Die Rhön GmbH (Gesellschafter sind die Rhön-Landkreise) hat neben Rhön Café und Rhön Laden auch eine Tourist-Info inklusive Backoffice. Und genau dieses Backoffice habe aktuell zu wenig Bearbeitungsplätze, denn dieser Bereich wächst personell stetig. Wie Geschäftsführer Thorn Plöger erläuterte standen für die neu eingestellten Mitarbeiter keine adäquaten Arbeitsplätze zur Verfügung. Behelfsmäßig wurden sie in Besprechungs- und Seminarräumen untergebracht, was aber keine Dauerlösung sei. Neben den Büroräumen fehlen auch weitere Besprechungsräume. „Durch die Aufstockung werden diese Probleme behoben und der Rhön GmbH die Möglichkeit gegeben sich und den Standort zu entwickeln“, ist Landrat Thomas Bold überzeugt .

Thorn Plöger freut sich heute schon auf die neuen Büroräume, inklusive Besprechungs- und des Sozialraums. „Sie sind eine absolute Aufwertung für unsere Arbeit. Wir können damit die Rhön in den dann neu erstrahlten Räumen hervorragend repräsentieren.“ Denn die Räume seien mit modernster Technik ausgestattet, was eine zeitgemäße Bürotätigkeit ermögliche. In einem ersten Bauabschnitt wurde bereits der Laden vom ersten Stock ins Erdgeschoss verlegt und das Café modernisiert. Diese Kombination sei Besucherfreundlich und bündele die Angebote, was dem Servicegedanken entgehen komme.

Im zweite Bauabschnitt sei nach dem Rückbau der Fassade, des Dachs und Vordachs die Aufstockung auf den Mittelbereich des bestehenden 1. Obergeschosses vorgesehen. Dafür werde eine Holzbalkendecke errichtet. Die Außenwände werden in Holzrahmenbauweise erstellt. Das flachgeneigte Satteldach werde mithilfe einer sogenannten Binderkonstruktion hergestellt. Die Dacheindeckung erfolge mittels einer Stehfalzblecheindeckung aus Kupfer in Anlehnung an die bestehenden Dachflächen. Die Dachentwässerung werde an das bestehende System angeschlossen.
Als zusätzlicher Fluchtweg sei eine Stahltreppe im Außenbereich vom 2. zum 1. Obergeschoss vorgesehen. Der Beginn mit den ersten Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen war im September 2019. Der Zeitplan sei so getaktet, dass das neu zu errichtende Dach für die anstehenden Wintermonate winterfest sei. Dann soll auch ein kleines Richtfest gefeiert werden.

Das 1. Obergeschoss des Mittelbereichs kann ab Ende Januar wieder genutzt werden. Ziel der Fertigstellung ist Ende April 2020. Neben dem Gebäude werden außerdem zusätzliche Stellplätze für Menschen mit Behinderung und für E-Fahrzeuge geschaffen. Zudem werde eine Ladestation für E-Bikes errichtet. „Das Gebäude liegt direkt am Sinntal-Radweg. Wir brauchen hier eine solche Möglichkeit und bieten mit dem Café auch eine Möglichkeit zur Einkehr“, betonte Bold.

Die genehmigte Kostenberechnung beläuft sich auf ca. 808.000 Euro. Aktuell befindet sich das Bauvorhaben sowohl im terminlichen als auch im kostentechnischen Rahmen. Für den ersten Bauabschnitt wurden bereits eine Million Euro investiert. Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön, sieht in der baulichen Erweiterung eine besondere Weichenstellung für das Haus aber auch für die Rhön insgesamt. Er betont: „Damit werden auch die Zielsetzungen des Rahmenkonzeptes für das UNESCO Biosphärenreservates meines Erachtens vorbildlich in diesem Bereich umgesetzt. Für den ländlichen Raum sind solche Impulsgeber entscheidend.“ Nach der baulichen Erweiterung werde auch die inhaltliche Konzeption des Umbildungsangebots überarbeitet, modernisiert und fortgeschrieben. Die aktuelle Ausstellung stammt aus dem Jahr 2011. „Naturbetonte Erholung wird zunehmen. Die Rhön GmbH sehen wir als Impulsgeber. Umweltbildung und touristische Angebote können Hand in Hand gehen.“(Marion Eckart)+++

Baustellenbesichtigung im Haus der Schwarzen ...


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