NEUHOF AfD-Landesparteitag

Standing Ovations für Jörg Meuthen: "Fundamentales Staatsversagen in Halle"

13.10.19 - Der AfD-Landesverband wählt am Wochenende einen neuen Landesvorstand. Seit 10 Uhr tagen 263 Mitglieder im Gemeindezentrum in Neuhof (südlicher Landkreis Fulda). Zum Auftakt sprach neben dem Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann auch Bundesvorsitzender Jörg Meuthen.

Bundesvorsitzender Jörg Meuthen (AfD) Fotos: Carina Jirsch

Bundestagsabgeordneter Martin Hohmann und Pierre Lamely ...

"In unserem Land mangelt es an Mut", erklärte Meuthen. Das diesjährige Parteimotto der AfD lautet "Mut zur Wahrheit". Und das solle auch endlich gelebt werden. Der 58-Jährige erinnert sich an den Anschlag in Halle (Saale) zurück: "Ich trauer um die beiden Opfer. Es ist so unfassbar. Dieser Psychopath war ein Rechtsextremist. Deswegen sprechen wir uns für den Kampf gegen Rechtsextremismus in unserem Land aus." Laut Meuthen hätte der Staat die Synagoge beschützen müssen. "Für mich ist das ein fundamentales Staatsversagen. Doch die Innenminister lenken davon ab, geben unserer Partei die Verantwortung für diese Tat." Das sei schäbig. "Wenn ihr uns die Verantwortung dafür geben wollt, dann wird es in Zukunft für unsere jüdischen Mitbürger den Schutz geben, den ihr denen verwehrt habt. Wir sind Freunde Israels."

Bundestagsabgeordneter Martin Hohmann

Die gleichberechtigten Vorstandssprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann bilden seit zwei Jahren die Spitze der AfD. Am Samstag wurden sie beide wiedergewählt. Herrmann (59) erreichte in einer Stichwahl ein Ergebnis von 50,1 Prozent. Der 52-jährige Lambrou, der auch AfD-Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag ist, bekam 58,7 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen.

"Wir befinden uns hier in Hessens Sachsen", eröffnete MdB Martin Hohmann den Parteitag. Der frühere Neuhofer Bürgermeister ging in seiner Rede auf die Bibel ein: "Gott schuf den Menschen als Mann und Frau. Wir sprechen uns ganz klar gegen den Gender-Quatsch aus." Die AfD stehe zur Familie und wolle dafür sagen, dass die Grundregeln wieder greifen. "Schon in der Bibel steht: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen." Würde man die Regeln der Vorfahren befolgen, würde es dem heutigen Volk besser gehen.

Vor dem Gemeindezentrum findet ein Gegenprotest unter dem Motto "Oktoberfest der Kulturen" statt. (Nina Bastian) +++


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