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VOGELSBERKGREIS Bund der Steuerzahler informiert

Grundsteuer steigt in Schotten auf 700 Prozent - Feldatal senkt Gewerbesteuer

23.10.19 - Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat die aktuelle Steuerpolitik der Städte und Gemeinden im Vogelsbergkreis aufbereitet. „Unser diesjähriger Vergleich aller Steuersätze zeigt, dass zwar nur wenige Kommunen die Realsteuern erhöht haben, die Steuerbelastung im Vogelsbergkreis unter allen Landkreisen innerhalb des Regierungsbezirks Gießen aber mit am höchsten ist“, erklärt Joachim Papendick, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbunds. Insbesondere der Durchschnitt der Grundsteuer A mit 403 Prozent ist vergleichsweise hoch. Im Jahr 2019 erhöhten insgesamt fünf der 19 kreisangehörigen Kommunen mindestens eine kommunale Steuer. Die Gemeinde Mücke steigerte sogar alle drei Realsteuerhebesätze.

Auch in diesem Jahr verlangt Alsfeld mit 425 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz im Kreis. Auf dem zweiten Platz folgt Ulrichstein mit 410 Prozent. Homberg(Ohm) belegt mit 400 Prozent den dritten Rang. Am wenigsten belastet werden die Gewerbesteuerzahler in Freiensteinau, Schwalmtal und Wartenberg. Hier werden jeweils 357 Prozent verlangt. Eine Erhöhung des Hebesatzes nahm einzig die Gemeinde Mücke vor. Die Stadtverordneten beschlossen eine Erhöhung von 10 Punkten auf jetzt 390 Prozent. Feldatal senkte die Gewerbesteuer um 25 Punkte auf 395 Prozent. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung im Landkreis sank im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 384 Prozent.

Bei der Grundsteuer B sorgte vor allem Schotten für Ärger bei den Steuerzahlern. Die Stadt erhöhte den Hebesatz um 187 Punkte auf nun 687 Prozent. Auch in der Gemeinde Mücke wurde die Grundsteuer B erhöht, um 30 Punkte auf 395 Prozent. Spitzenreiter im Landkreis ist in diesem Jahr mit großem Abstand Schotten. Lauterbach belegt mit 550 Prozent den zweiten Platz und Ulrichstein mit 490 Prozent den dritten Rang. Diese Werte liegen alle weit über dem Kreisdurchschnitt von 413 Prozent. Dieser Wert stieg gegenüber dem Vorjahr um 11 Punkte an. Landkreisweit am wenigsten werden die Bürger und Betriebe mit 359 Prozent in Grebenhain und mit 360 Prozent in Schlitz zur Kasse gebeten.

Die weniger ertragreiche Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen wurde von denselben zwei Kommunen wie bei der Grundsteuer B gesteigert. Schotten erhöhte den Hebesatz um 187 Punkte auf 687 Prozent und Mücke um 30 Punkte auf 395 Prozent. Auch hier verlangen Schotten mit 687, Lauterbach mit 550 und Ulrichstein mit 490 Prozent die höchsten Hebesätze im Landkreis. Dagegen ruft Schlitz mit 330 Prozent den niedrigsten Wert auf. Der Kreisdurchschnittswert stieg um 11 Punkte auf 403 Prozent an. Damit ist dieser Wert der höchste Durchschnittswert innerhalb des Regierungsbezirks Gießen.

Auch bei den Bagatellsteuern fällt Schotten negativ auf. Dort wurden wie auch in Gemünden (Felda), Grebenau und Homberg (Ohm) die Hundesteuer erhöht. Bei dieser Steuerart ist die durchschnittliche Belastung im Vogelsbergkreis die höchste unter allen Kreisen im Regierungsbezirk Gießen. Auch bei der Zweitwohnungsteuer müssen die Bürger in Schotten tiefer in die Tasche greifen. Die Steuer wurde um 5 Punkte auf 15 Prozent erhöht.

Die viel diskutierten Straßenbeiträgen schaffte im Vogelsbergkreis keine einzige Kommune ab. Aktuell bitten 18 von 19 Kommunen die Anwohner bei einer Straßensanierung einmalig zur Kasse. Wiederkehrende Beiträge werden in keiner Kommune verlangt. Nur die Stadt Kirtorf verzichtet gänzlich auf Straßenbeiträge. Der BdSt Hessen spricht sich für die landesweite Abschaffung der umstrittenen Abgabe aus. Diese stellen für viele Haus- und Wohnungsbesitzer noch immer eine hohe finanzielle Belastung dar. Allerdings darf die Abschaffung nicht dazu führen, dass die Lasten an anderer Stelle durch die Decke gehen, beispielsweise bei der Grundsteuer B. Deswegen fordert der hessische Steuerzahlerbund eine Kompensation durch das Land. (pm) +++


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