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Abschlussveranstaltung der Dorfmoderation im Forsthaus-Saal in Niederaula - Fotos: Hans-Hubertus Braune

NIEDERAULA Gute Infrastruktur

Ergebnisse aus Dorfmoderation: Ein neuer Rewe-Markt und ein Bürgerbus

26.10.19 - Die Infrastruktur der Marktgemeinde Niederaula ist insgesamt gut. Das wurde zum Abschluss der Dorfmoderation deutlich. Es gibt relativ wenig Leerstand, die Quote liegt bei 0,5 Prozent (rund 1.210 Wohngebäude insgesamt, davon vier leerstehende Gebäude). Bei den Geschäftsräumen ist die Quote allerdings höher. Gerade in der Haupt- und Bahnhofstraße im Kernort stehen insgesamt siebe Geschäfte leer. Diese sind alle in Privatbesitz, eine neue Nutzung erscheint schwierig. Weiterhin offen ist die Nutzung der Freifläche neben der evangelischen Kirche. Hier werde es im Frühjahr nächsten Jahres weitere Gespräche geben.

Ein zentrales Thema der Dorfmoderation zum Bereich "Versorgung und Wohnen" ist der seit Jahren diskutierte Rewe-Markt in Niederaula. Der Betreiber will verlagern und erweitern, sagte Dr. Michael Glatthaar während der Abschlusspräsentation im Forsthaus-Saal. Daran habe sich nichts geändert. "Die Gemeinde kann nur unterstützen, die handelnden Akteure müssen sich einigen", sagte der Moderator. Ein Neubau direkt an der Bundesstraße sei notwendig, um den Standort zu sichern. Die nächsten Schritte seien weitere Gesprächsangebote zwischen Eigentümer und Betreiber.

Mit drei Hausärzten, einem Zahnarzt und einen überregional praktizierenden Psychologen sowie Apotheke, Physiotherapie, Fitnesscenter, ambulanter Pflegedienst, der Kreisaltenpflege mit Tagespflege sei Niederaula beim Schwerpunkt Gesundheit gut aufgestellt. Allerdings sei auch hier der Fachkräftemangel zu spüren. Die Inhaberin einer Physiotherapiepraxis sucht seit Monaten erfolglos Personal.

Moderator Dr. Michael Glatthaar

Beim Schwerpunkt Mobilität stellte sich ein Projekt bei der Abschlussveranstaltung heraus, welches zuvor gar nicht so das Thema war: Die Anschaffung eines Bürgerbuses. Dieser werde vom Land zu 100 Prozent gefördert. Bereits am Abend fanden sich erste Ehrenamtliche, die sich als Fahrer zur Verfügung stellen wollen. Der Verein Bürger für Niederaula hat sich für die Organisation angeboten. Interessierte Ehrenamtliche können sich an die Gemeindeverwaltung beim Bürgermeister wenden. In den Fokus der Zukunftsperspektiven stellte Moderator Michael Schramek die verschiedenen Carsharing-Modelle. In seinem Wohnort bei Jesberg funktioniere dies gut. Ob Elektrofahrräder, Lastenbikes oder Anhänger und Fahrzeuge - das Angebot werde angenommen.

Moderator Michael Schramek

Schramek warb dafür, so die Vielzahl an Einzelfahrten auf Sicht zu reduzieren. Allein 600 bis 700 Fahrten würden werktags in die Kreisstadt Bad Hersfeld von Niederaula aus gefahren - diese könne man durchaus reduzieren. Mitfahrbänke seien ein weiteres Modell. Wie sich aus den Reihen der rund 50 Gäste heraushörte, werde dies auch ohne offiziellen Touch gerade in den kleineren Ortsteilen längst praktiziert. Auch ein Messengerdienst speziell für die jeweiligen Kommunen sei praktikabel.

Die Dorfmoderation mit der Auftaktveranstaltung, mehreren Workshops und der Abschlusspräsentation wurde im Rahmen des Förderprogramms "Förderung von Moderations- und Beratungsleistungen (Dorfmoderation) im ländlichen Raum Hessen 2018" durch das Land Hessen beworben. (Hans-Hubertus Braune) +++


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