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Pop Art Künster James Francis Gill - Fotos: Erich Gutberlet

FULDA Proppenvolle Vernissage

Pop Art Künster James Francis Gill wieder zu Gast bei Bilder-Fuchs

26.10.19 - Er sieht immer noch aus wie ein echter Cowboy: die Pop-Art-Legende James Frances Gill, dessen berühmte Werke schon seit 1962 im Museum of Modern Art in New York hängen, ist wieder mal zu Besuch in seiner Fuldaer "Stamm-Galerie" Bilder Fuchs am Abtstor. Stilecht mit Cowboyhut und makantem blauen Halstuch plaudert er in der aktuellen Ausstellung über seine Sujets, Lieblingsbilder und die vielen Motive mit weltbekannten Stars, mit denen er auf Du und Du war und ist. Dabei hat es der hellwache 85-Jährige keineswegs nötig, sich im Glanz anderer Prominenter zu sonnen: er ist selbst bereits eine lebende Legende.

"James Francis Gill - The return of a legend", heißt denn auch die aktuelle Ausstelung bei Bilder- Fuchs, die mit einer proppenvollen Vernissage am Freitagabend startete. Der 1934 in Tahoka/Texas geborene James Francis Gill ist einer der letzten noch lebenden US-amerikanischen Pop Art Künstler der ersten Stunde. Bereits 1962 nahm das New Yorker Museum of Modern Art sein aus drei Tafeln bestehendes Gemälde „Marilyn Triptych“ in seine ständige Sammlung auf. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zog sich Gill 1972 zurück, um erst nach rund 30 Jahren wieder im Kunstmarkt zu erscheinen. Ab etwa 2007 beginnt Gills späte kreative Phase, in der er sich – im Gegensatz zu den im frühen Werk dominierenden politischen Motiven – wieder verstärkt auf die Darstellung klassischer Pop Art-Ikonen wie John Wayne, Paul Newman oder Marilyn Monroe konzentriert. So entstehen zahlreiche Bilder der US-amerikanischen Filmschauspielerin, die seit seinem frühen Erfolg mit dem Werk „Marilyn-Triptych“ (welches noch vor den Werken von Andy Warhol in die Sammlung des Museum of Modern Art aufgenommen wurde) eine ungebrochene Faszination auf ihn ausübt und den zentralen Dreh- und Angelpunkt seines Spätwerkes ausmacht.

Durch persönliche Freundschaften und Bekanntschaften mit Tony Curtis, Kirk Douglas, John Wayne, Jim Morrison, Martin Luther King oder Marlon Brando ist Gill als Künstler Zeitzeuge einer ganzen Generation geworden. Diese Persönlichkeiten prägten auch inhaltlich das Werk Gills, das er durch verschiedene Techniken und Kompositionen vermittelt. Die Kunst von James Gill ist heute ist eine Verschmelzung von Realismus und Abstraktion. Fotos sind weiterhin Grundlage seiner Kunstwerke. Die Bildkomposition seiner Gemälde legt er nun am Computer fest und arbeitet dabei bewusst mit Montageeffekten, die er als „Metamage“ oder „Pop Surrealism“ bezeichnet.

Schon seit Jahren unterhält Galerist Thomas Stock eine enge Beziehung zu diesem Ausnahmekünstler, die ursprünglich durch dessen deutschen Manager zustande kam. Er sei gern in Fulda, erzählt Stock über seinen prominenten Aussteller, hier fühle er sich wohl und spreche ohne alle Starallüren mit Fans, Sammlern und Bewunderern. Zuhause in Texas lebe er naturnah auf seiner Ranch, den großen Rummel der Metropolen brauche er nicht. Eine Käuferin seiner Gemälde - mit rund 70 Jahren ein junger Hüpfer, sagt der agile 85-Jährige, habe ihm kürzlich ein schönes Kompliment gemacht: "Ich mag Ihre Bilder so, weil bei Ihnen eine Hand wie eine Hand und ein Mund wie ein Mund aussieht", habe sie gelobt - eine ungewöhnliche Definition von Pop-Art. Weitere Infos unter www.bilder-fuchs.de . (ci) +++


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