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Peter Ripper begeisterte seine Zuhörer. - Fotos:Maria Luise Witzel

PETERSBERG Gelungener Abend

Rhöner Krimiautor Peter Ripper liest aus seinem jüngsten Karlo-Kölner-Krimi

27.10.19 - Das Team der Petersberger Rathausbücherei, ansonsten eher auf Lese-Veranstaltungen für Kinder spezialisiert, hatte in diesem Jahr auch eine Veranstaltung für erwachsene Leser im Programm. Der Rhöner Krimi-Autor Peter Ripper las am Freitagabend im Petersberger Rathaussaal aus seinem neuen Werk „Der Tod nimmt keine Wetten an“. Im 12. Fall der Krimiserie ermittelt wieder Rippers Protagonist Karlo Kölner, Ex-Knacki und Privatdetektiv, wie immer im Rhein-Main-Gebiet und an Schauplätzen in der Rhön.

„Hallo Mädels“ begrüßt ein gut gelaunter Peter Ripper seine Zuhörerschaft in der Petersberger Rathausbücherei – und schiebt gleich auch noch die Erklärung für seine weiblich geprägte Anrede hinterher: Knapp 70 Prozent seiner Leserschaft seien eben mal Frauen. Das Auditorium in Petersberg bestätigt das nachhaltig. Fünf, wie es Ripper formuliert. Quotenmänner, halten die Stellung gegen gut 30 literarisch interessierte Zuhörerinnen.

Simone Möller und Marlies Witzel von der Rathausbücherei hatten zuvor den Autor und Erfinder des Protagonisten Karlo Kölner in Petersberg willkommen geheißen und kurz seinen schriftstellerischen Werdegang skizziert: Seit 2008 schreibt der Wahl-Langenbieberer und ehemalige selbstständige Werbefachmann Kriminal-Romane. Nebenbei, so erfahren die Zuhörer bei der Vorstellung an diesem Abend, spielt er noch als Gitarrist bei einer Frankfurter Rockband - zusammen mit Andy Sommer, den er als musikalische Unterstützung und zur Auflockerung zwischen den Leseblöcken mitgebracht hat. Mit einfühlsamen Balladen, Folksongs, ausdrucksvoller Stimme, kombiniert mit gedimmter Beleuchtung sorgt Sommer für die perfekte Stimmung, als Peter Ripper dann im Licht einer Leselampe ins Dunkel des Rathaussaales liest.

Ein paar Gedanken zum Thema Wetten stellt er voran. Eine Wette, so Ripper, entstehe zumeist aus dem Bedürfnis der Menschen, recht zu haben. Allerdings schließe man Wetten auch ab, um auf unkomplizierte Weise zu Geld zu kommen, Im Idealfall zu viel Geld. Und er zitiert den französischen Staatsmann Georges Pompidou, der gesagt haben soll: „Ein Ruin kann drei Ursachen haben – Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten“. Und so leitet Ripper über zu den Schauplätzen des Geschehens von Karlo Kölners 12. Fall. Es geht um Eifersucht in Fechenheim, um eine hübsche Polizistin. Um Karlo Kölners Ärger in einer zwielichtigen Kneipe im Frankfurter Bahnhofsviertel, um seltsame Wetten eines Wettbüros in der Frankfurter Kaiserstraße und um eine Kühltruhe mit makabrem Inhalt, die von Offenbach in die Rhön reist.

Und hier nun schweigt, nach guter „Cliffhanger“-Manier, des Vorlesers Höflichkeit. Was in der großen Tiefkühltruhe in einer leer geräumten Wohnung in Offenbach auf den gerade im Öffnen begriffenen Karlo Kölner wartet, erfahren die Zuhörer in der Rathausbücherei nicht mehr. Dafür sollten sie schon das Buch kaufen. Und das tun sie dann auch – mit Widmung und zu einem erschwinglichen Preis. Auch Gitarrist Andy Sommer hat Nachweise seines musikalischen Schaffens anzubieten: CDs mit Rock- und Folkmusik – hörenswert wie die live performten Stücke zwischen den Leseblöcken.

Ein Rotwein noch, ein kleiner Plausch unter Bücherfreunden, dann läuft das lesefreudige Petersberger Publikum auseinander. Kurz vor halb elf – Zeit auch für Ripper und Sommer ihre Sachen zu packen. Peter Ripper hatte jeweils mehrere Exemplare seiner bisher 12. Bücher mitgebracht. Zwei große Plastikboxen muss er nun wieder ins Erdgeschoss und von da aus ins Auto wuchten – schwere Literatur. (Thomas Witzel) +++


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