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V.l.n.r. Peter Becker, Akademieleiter DRK, Dr. Shadi Amiri, Geschäftsführerin des BBZ Mitte und Markus Otto, Geschäftsbereichsleiter der DRK-Seniorenzentren - Foto: Jonas Wenzel (Yowe)

FULDA Einzigartige Möglichkeit für Auszubildende

Pflegeausbildung und Studium in Einem: Medicampus bietet neues Programm an

30.10.19 - Der DRK BBZ MediCampus eröffnet zusammen mit der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) als Kooperationspartner Auszubildenden in der Pflege die in Osthessen einzigartige Möglichkeit, bereits während der Ausbildung ein duales Bachelor-Studium in Therapie- und Pflegewissenschaften aufzunehmen. Das Programm wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Personalbedarf in der Pflege steige bekanntermaßen und die Pflegeberufe müssten in vielfältiger Weise nicht nur für junge Menschen attraktiver werden, erläuterte der Leiter der DRK Akademie Peter Becker den Hintergrund der Kooperation. Dies betreffe die Vergütung und die Arbeitsbedingungen, die beide in mancher Hinsicht oft besser seien als ihr Ruf, aber auch die Eröffnung von Laufbahnen. „Mit dem neuen dualen Studium möchten wir insbesondere für Schulabsolventen mit Hochschulzugangsberechtigung die Hemmschwelle senken, in einen Beruf in der Langzeitpflege einzusteigen“, betonte Becker, denn damit werde schon sehr frühzeitig die Möglichkeit zu einer Karriere in Leitungspositionen in einer Pflegeeinrichtung eröffnet. 

Nach drei Jahren absolvieren die Studierenden einen staatlich anerkannten Berufsabschluss in der Pflege und nach nur zwei weiteren Jahren berufsbegleitenden Studiums ihren Abschluss zum Bachelor of Science in Therapie- und Pflegewissenschaften. Während des achtsemestrigen Studiums, das sinnvoll auf die Ausbildungsinhalte des MediCampus aufbaue, könne man sich unter anderem auf Qualitäts- oder Casemanagement spezialisieren, führte Jutta Trieschmann aus, die das Studienzentrum Kassel der Hamburger Fern-Hochschule leitet. Die Studieninhalte werden über Studienbriefe vermittelt und an zehn Präsenzterminen, die freitagnachmittags und samstags stattfinden, vertieft und geprüft. Empfohlen wird, sich im Laufe des ersten Ausbildungsjahres zu entscheiden, ob man den Anforderungen des Studiums gewachsen ist.

„Man kann sich die Studienzeiten frei einteilen, doch sind im Wochenschnitt etwa sieben Stunden Selbstlernzeit zu veranschlagen, nach der Ausbildung dann berufsbegleitend rund 15 Stunden“, beziffert Trieschmann den zusätzlichen Zeitaufwand. Die 1997 gegründete HFH unterhält bundesweit 19 Studienzentren, darunter auch eines in Würzburg, in denen der Studiengang Therapie- und Pflegewissenschaften angeboten wird. Insgesamt 12.000 Studenten sind immatrikuliert. 

„Die Vielzahl der Studienzentren schränkt die räumliche Mobilität nach der Ausbildung und vor Abschluss des Studiums nicht ein und die Zahl der Präsenztermine ist gut mit den Erfordernissen der schulischen und der betrieblichen Ausbildung zu vereinbaren“, begründet Becker die Wahl der HFH als Kooperationspartner. Besonders attraktiv sei, dass die HFH inzwischen auch die aufbauenden Masterstudiengänge Management und Pflegepädagogik anböte, da mit der künftigen generalistischen Pflegeausbildung der Bedarf an Lehrkräften deutlich steige. 

„Die Möglichkeit des dualen Studiums macht den MediCampus attraktiver“, freut sich Dr. Shadi Amiri, Geschäftsführerin des BBZ Mitte. Wer ein akademisches Studium absolviert habe, der habe viel theoretisches Wissen angesammelt. „Bei einer Ausbildung steht die Berufserfahrung im Mittelpunkt. Im dualen Studium kann beides miteinander kombiniert und vertieft werden.“ Der Geschäftsbereichsleiter der DRK-Seniorenzentren Markus Otto begrüßt die Initiative des vom DRK mitgetragenen MediCampus. „Häufig beginnt die Förderung der Karrieren von Mitarbeitern erst nach der Ausbildung. Wir vom DRK haben hierfür ein ganzes Bündel von Möglichkeiten, die mit dem dualen Studium um eine innovative Variante bereichert wird, die für Bewerber mit Abitur oder Fachabitur attraktiv ist. Wir brauchen sowohl Mitarbeiter, die ihre Erfüllung in der direkten Pflege und Betreuung sehen, aber wir benötigen ebenso akademisch geschultes Leitungspersonal, das einen Pflegeberuf von der Pike auf gelernt hat.“ (pm) +++


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