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Eine neue Seminarreihe für Nachwuchskräfte bieten die Schottener Sozialen Dienste an. - Foto: Schottener Soziale Dienste

SCHOTTEN Schottener Soziale Dienste

Nachwuchskräfte freuen sich auf eine Seminarreihe im neuen Format

30.10.19 - Fachkräftemangel ist das Topthema in Deutschland, auch in sozialen Einrichtungen. Das geht aus Zahlen der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hervor. Demnach fehlen bundesweit akut 100.000 Erzieher, bis 2025 werden es voraussichtlich 583.000 Erzieher/Sozialpädagogen sein. „Da sind wir gut aufgestellt“, betont Annabel Döll, Personalleitung der Schottener Soziale Dienste. „Wir konnten bislang alle Ausbildungsplätze besetzen, sei es in den pädagogischen Berufen, in der Verwaltung, im Bereich Gastronomie oder im Handwerk. Zudem werde den jungen Menschen die Möglichkeit geboten ihr Duales Studium oder ihr Anerkennungsjahr zu absolvieren. Über Praktikanten, genauso wie über Teilnehmer in den Freiwilligendiensten (FSJ/BFD), würden sie sich auch freuen, die darüber den Weg in eine Ausbildung oder ein Studium finden.

„Es ist uns wichtig, den jungen Menschen während ihrer Ausbildung eine verlässliche Begleitung anzubieten und sie in ihren Bereichen zu professionalisieren“, so Angelika Maus, Regionalleiterin im Landkreis Gießen und Weilburg. Dazu entwickelte eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eine Seminarreihe für Nachwuchskräfte, die mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung startete. Annabel Döll begrüßte 66 Teilnehmer und gab einen Überblick über die Personalstruktur des Unternehmens. Es arbeiten circa 1.500 Mitarbeiter in über 80 Einrichtungen in Hessen und Rheinlandpfalz sowie in einer Stiftung in Rumänien. Davon sind 72 Prozent Frauen und 28 Prozent Männer. Die Ausbildungsquote liegt bei 5 Prozent. Wir bieten 52 Prozent Teilzeitarbeitsplätze. Diese Zahl belegt, dass wir seit langem die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter ernst nehmen und mit ihnen gemeinsam nach familienfreundlichen Lösungen suchen.

Silke Becker, geschäftsführende Gesellschafterin freute sich auch im Namen von Christof Schaefers, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, so viele junge Menschen willkommen zu heißen: „Sie haben sich dafür entschieden, einen neuen und prägenden Lebensabschnitt in unserem Unternehmen zu gehen, dafür danke ich Ihnen“. Sie wünschte den Auszubildenden und Studenten, dass sie in ihren Beruf hineinwachsen, ihre Definition ihres Berufes finden und sich den dynamischen Veränderungen, die nicht ausbleiben werden, zu stellen. Sie verwies auf die Kernwerte im Unternehmen – offen, transparent, fair, wertschätzend, respektvoll, streitbar, authentisch, bodenständig - und lud die Anwesenden ein, diese mit Leben zu füllen.

Anschließend stellten die Mitglieder der Arbeitsgruppe anhand ihrer Arbeitsbereiche das Unternehmen vor: Antje Zeiger, Stabsstelle Inklusion und Oliver Hampel, Regionalleiter im Vogelsbergkreis informierten über Inklusion und wie sie über die Unternehmensmaxime Mensch im Mittelpunkt sich im Alltag der Klienten wiederspiegelt. Angelika Maus berichtete über den Bereich Wohnen, Heike Staudigl, pädagogische Leiterin, stellte die Kinder- und Jugendhilfe vor, insbesondere die Situation von Mädchen und jungen Frauen nahe, die Schweres erlebt haben. Martin Eisenlohr, Regionalleiter in der Region Frankfurt und Stabsstelle Werkstatt/Arbeitsmarktdienstleistungen beschrieb den Alltag im Bereich Arbeit und Bildung und Susann Poschidajew berichtete über die verschiedenen Aufgaben in der Verwaltung.

Nach so viel Theorie brachte Heike Staudigl die Gruppe in Bewegung, um sich unter verschiedenen Fragestellungen gegenseitig kennen zu lernen und sich über die bisherigen Erfahrungen auszutauschen. Anschließend lies Angelika Maus das Unternehmen im Licht der gesellschaftlichen Entwicklungen von den 60er Jahren bis heute Revue passieren, insbesondere entlang der prägenden Sozialgesetzgebung. In dieser Tradition steht die derzeitige Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, das wiederum einen Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe mit sich bringt. Nach dem Mittagessen stellten die Auszubildenden die Einrichtung vor, in der sie arbeiten und brachten ihre Erwartungen an die Ausbildung zu Papier, sodass eine bunte Sammlung von Wünschen und Reflexionsthemen entstand. Diese fließen in die nachfolgenden Module ein.

Mit einem Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen in 2019/2020 klang der gelungene Tag aus. Die Seminarreihe ist ein weiteren Meilenstein im internen Qualifizierungskonzept der Schottener Soziale Dienste. (pm) +++


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