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Das genaue Ausmaß des Streiks ist noch nicht absehbar - Archivfoto: Julius Böhm

REGION Busfahrerstreik

Verdi kündigt Warnstreiks am Freitag ab 2:30 Uhr an

31.10.19 - Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag (1. November 2019) erneut Streiks der Busfahrer in Hessen angekündigt. Der genaue Umfang ist zwar noch nicht absehbar, betroffen sein können aber auch der Busverkehr in der Stadtregion Fulda und darüber hinaus. Die RhönEnergie Fulda, deren Verkehrsbetriebe in der Region den öffentlichen Personennahverkehr betreiben, bittet alle Fahrgäste, sich bereits im Schul- und Berufsverkehr auf spürbare Einschränkungen des Busverkehrs einzustellen.

Hintergrund des Streikaufrufs sind Tarifverhandlungen der Gewerkschaft ver.di mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO). In welchem Umfang die Arbeitskampfmaßnahmen am Freitag den Busverkehr in und um Fulda beeinträchtigen werden, und ob dies auch in den Folgetagen der Fall sein wird, ist zurzeit noch nicht abzusehen. Es hängt davon ab, wie viele der zum Streik aufgerufenen Busfahrer sich tatsächlich an der Aktion beteiligen.

Die Verkehrsbetriebe der RhönEnergie Fulda beschäftigen mehr als 300 Busfahrer, die mit rund 200 Bussen zahlreiche Linien in der Stadtregion, im gesamten Landkreis Fulda sowie in Teilen von Hersfeld-Rotenburg und im Main-Kinzig-Kreis bedienen. In all diesen Gebieten kann es zu Einschränkungen im Busverkehr kommen. Möglicherweise fallen an den Streiktagen ganze Linien aus. Das Unternehmen wird tagesaktuelle Informationen auf der Internetseite www.re-fd.de/nahverkehr veröffentlichen. Telefonische Auskünfte gibt es unter der Service-Nummer 0661 / 12-375.

UPDATE: Der Warnstreik beginnt mit der Frühschicht gegen 2.30 Uhr und endet Samstagnacht mit Ende der Spätschicht. Betroffen sind Betriebe in ganz Hessen, von Kassel, Melsungen, Rothenburg, Korbach, Homberg/Efze, Gudenberg über Gießen und Fulda, Gelnhausen, Erlensee, Hanau, Maintal, Offenbach, Bad Vilbel, Hofheim, Mainz (Sippel), Frankfurt und Darmstadt. 

Die Gewerkschaft will damit den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Arbeitgeber hatten gestern in der vierten Runde ein Angebot vorgelegt, das ver.di jedoch zurückwies. ver.di Verhandlungsführer Jochen Koppel: „Was die Arbeitgeber zahlen wollen, ist inakzeptabel. Von 13,50 Euro Stundenlohn auf 15,10 Euro in vier Jahren – das ist zu wenig und zu langsam steigend. Wir begrüßen, dass sie überhaupt mal ein Angebot vorgelegt haben. Leider sah es lediglich Entgelterhöhung vor, zu unseren anderen Forderungen äußerten sie sich gar nicht. Das ist nicht sehr lösungsorientiert und macht die Fahrer eher wütend. Deshalb werden wir unsere Forderungen morgen mit einem weiteren Warnstreik unterstreichen.“

Die Arbeitgeber hatten gestern angeboten, den Stundenlohn von jetzt 13,50 Euro in vier Schritten in vier Jahren auf 15,10 Euro zu erhöhen. ver.di fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Urlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). ver.di-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Arbeitstage erhalten. Außerdem sollen fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten bezahlt werden. Derzeit gibt es für diese Leerzeiten keine Bezahlung. Die Verhandlungen werden am 14. November fortgesetzt.(pm)+++


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