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- Archivfoto: O|N

BAD HERSFELD Am Freitag

ver.di ruft Amazon-Mitarbeiter erneut zum Streik auf

01.11.19 - Die Gewerkschaft ver.di ruft am Freitag, 1. November 2019, die Amazon-Mitarbeiter am Standort Bad Hersfeld wieder zum Streik auf. Der Streik beginnt in der Nacht und endet mit der Nachtschicht auf Samstag. ver.di will bei dem Streik besonders die Arbeitsbedingungen thematisieren.

"Die Arbeit ist am Standort in Bad Hersfeld seit der Sortimentsumstellung im letzten Jahr schwerer geworden, da bei Bier, Wein und Spirituosen höhere Gewichte und größere Einheiten zu bewegen sind. Doch fehlt es vielfach an der ergonomischen Ausrichtung der Arbeitsplätze. Auch gibt es im gesamten Unternehmen kaum noch Arbeitsplätze mit sitzender Tätigkeit, weil die Retouren-Abteilung stark reduziert worden ist.", erläutert die zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. "Wir fordern, dass dem Gesundheitsschutz und der ergonomischen Ausrichtung des Arbeitsumfelds ein deutlich höherer Stellewert beigemessen wird. Erst vor kurzem hat man 20 Jahre Amazon Bad Hersfeld gefeiert. Besonders die Mitarbeiter die schon lange dabei sind, klagen über erhebliche Beschwerden aufgrund von jahrelangen einseitigen körperlichen Belastungen."

Amazon aüßerte sich zum Streik wie folgt: „Der große Teil der Mitarbeiter in Bad Hersfeld arbeitet normal. Die Aktion hat keine Auswirkungen auf das Lieferversprechen. Amazon ist ein fairer Arbeitgeber, deshalb sind viele der Mitarbeiter auch schon seit Jahren bei uns. Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist: In Bad Hersfeld sind es mindestens 11,52 Euro brutto pro Stunde. Unser Türen sind offen: Wer sich selbst ein Bild machen will, kann sich für eine kostenlose Besuchertour in Bad Hersfeld anmelden: www.amazon.de/touren.“

Neben der Anerkennung der Tarifverträge für Einzel- und Versandhandel, fordert ver.di schon länger einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit". Ein Bestandteil dieses Tarifvertrags wäre ein gut ausgestatteter Gesundheitsfonds über dessen Verwendung gewerkschaftliche und betriebliche Interessensvertreter mitbestimmen würden. Amazon verweigere bislang Verhandlungen über Tarifverträge mit der Gewerkschaft ver.di. (pm) +++


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